Die verstrickte Dienstagsfrage #4

Es ist wieder Zeit, die alldienstägliche Frage des Wollschafs zu beantworten. Dafür musste ich tief in meinem Gedächtnis kramen, aber schließlich bin ich dann doch noch fündig geworden….

Erinnert Ihr euch noch an Dinge, die Ihr im Handarbeitsunterricht gemacht habt.
Habt Ihr vielleicht sogar noch einige, damals gefertigte Sachen?

Vielen Dank an Regina für die heutige Frage!

Liebe Regina, liebes Wollschaf,

ich muss zugeben, bei mir hat der handarbeitsunterricht keine besonders tiefgreifenden Erinnerungen hinterlassen. Ich kann mich nur an ganz wenige Projekte erinnern, die wir damals gemacht (oder auch nur angefangen) haben. Allerdings glaube ich nicht, dass eines davon die Zeit überdauert hat. Als ich in der Grundschule häkeln lernte, haben wir ein Küken aus gelbem Topflappengarn gehäkelt. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte es ungefähr ausgesehen wie eine Brettspielfigur, unten platt und mit einem Pappdeckel versehen, damit es stehen konnte. Eine Schleife sorgte am Wattegefüllten Körper für einen ‚Hals‘, der Schnabel war aus rotem Filz ausgeschnitten. Ich habe nach einer passenden Anleitung gesucht, aber heute heißt das Zauberwort natürlich Amigurumi und solche Pappendeckelgeschichten gehören wohl endgültig der Vergangenheit an.
Ein weiteres Projekt war ein Steckenpferd, ein gefüllter Socken mit aufgenähten Knopfaugen, Wollmähne und einem Zaumzeug aus Makramee. Ein wenig erinnert mich dieses Modell hier an mein eigenes Pferd…
In späteren Jahren war da natürlich noch der Matchsack, der aber auch mach einem ganzen Halbjahr Handarbeit nicht über die Planungsphase hinausgekommen ist….
Wie Ihr seht, eine relativ übersichtliche Liste. Ich glaube, wir haben auch gewebt, aber beispielsweise Stricken habe ich in der Schule nicht gelernt.
Euch noch eine schöne Woche und bis nächsten Dienstag.

Herzliche Grüße,
Tee & Kekse

Every Tuesday the Wollschaf asks a question about knitting. Today’s questions brings me back a long time ago…

Do you still remember the items you produced in needlecraft class? And do you still have some of those things?

Thanks to Regina for today’s questions!

I remember just a few projects and I don’t think that the items have survived the years: In primary school we crocheted a little yellow chicken, filled with cotton. It had a beak made of red felt and was only able to stand because of the cardboard underneath it. We also made a  hobbyhorse, using an old sock, buttons for the eyes and wool for the mane. The bridle was made in the macramé technique. It looked a little like this one.
Years later in secondary school we started to sew a bag, but I’m quite sure that it never came to an end.

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Die verstrickte Dienstagsfrage #3

Einen schönen Dienstag zusammen. Das neugierige Wollschaf hat wieder eine Frage gestellt, die an dieser Stelle beantwortet werden soll:

Besitzt Du eigentlich überhaupt noch gekaufte Stricksachen? Oder strickst Du inzwischen alles selbst? Oder trägst Du Deine gestrickten Sachen gar überhaupt nicht?

Liebes Wollschaf,

wie Du ja vielleicht schon in meinen Blogeinträgen gelesen hast, kann ich noch nicht so gut stricken, dass etwa Strickjacken oder ähnliche Dinge selbst machen könnte, die ich aber total gerne trage. An fertigen Stricksachen habe ich bisher nur Tücher, aber meinenWavy Baktus mag ich dafür umso lieber, weil er nicht nur angenehm zu tragen ist, sondern sich auch gut zu vielen Teilen aus meiner Garderobe kombinieren lässt. Sicher ist es auch ein Stück Stolz auf das erste wirklich eigene Strickstück, von dem ich Dir ein Bild beigelegt habe.

Mein erstes Strickstück, der wärmende Wellenbaktus, der zwar leider seine Wellenform nicht halten mag, aber sooo schöne Farben hat.

Überhaupt halte ich es nicht für problematisch, gekaufte und eigene Stücke zu kombinieren. Ich behalte ja auch nicht alles, was ich stricke oder häkle für mich. Im Gegenteil macht es mir Freude, selbst gemachte Sachen wie den pinkfarbenen Cowl oder den sonnigen Wellenbaktus an liebe Menschen zu verschenken, wenn ich weiß, dass sie sich darüber freuen – genauso, wie ich mich auch über selbst gemachte Geschenke sehr freue.

Liebes Wollschaf, mich würde interessieren, wie Du es so mit dem selbstgestrickten hälst. Oder trägst Du am Ende gar nichts gestricktes, weil Du ja selbst einen Haufen Wolle mit Dir herumträgst?

Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank für die Frage,

Tee & Kekse

Die vertsrickte Dienstagsfrage #1

Ich spiele schon eine ganze Weile mit dem Gedanken, die verstrickte Dienstagsfrage in den Blog aufzunehmen und längerfristig vielleicht sogar den Freitagsfüller dadurch zu ersetzen, denn sie passt thematisch einfach besser hierher. Für alle, die die verstrickte Dienstagsfrage noch nicht kennen: Jeden Dienstag stellt das neugierige Wollschaf der strickenden Blog-Community eine Frage zu einem Problem zwischen Nadeln und Faden. Natürlich stricke ich jetzt noch nicht so lange, dass ich auf jedes Problem eine Antwort wüsste, aber wenn, dann teile ich mein Wissen gerne – so wie heute. Denn warum die aktuelle Frage des Wollschafs mein aktuelles Strickproblem genau trifft, erfahrt ihr gleich, hier aber zuerst die Frage:

Einmal vom Virus des Stricken´s angesteckt, legt man nicht so schnell die Nadeln wieder zur Seite. Mit viel Geduld testet man auch gern mal etwas Neues aus. Doch habt ihr schon einmal ein Muster versucht, und seit kläglich daran gescheitert. Trotz immer wieder erneuter Versuche, hat es vorne und hinten nicht so aus geschaut wie es sollte, oder die Maschen wollten nicht so wie beschrieben? Wie viel Ausdauer habt ihr, bis ihr aufgebt? Sucht ihr nach einiger Zeit nach einem ähnlich ausschauenden Muster oder legt ihr das Projekt ad acta? Wie händelt Ihr diese Situation?

Vielen Dank an Sylvia für die heutige Frage!

Die Wolle für mein neues Oberteil: Elastico Big von Lana Grossa

Liebe Sylvia, liebes Wollschaf,

jetzt habe ich endlich soweit stricken gelernt, dass ich mich mal an ein schönes Oberteil wagen wollte, Unmengen Schals sind zwar schön, aber  outfittechnisch braucht es doch noch etwas mehr. Nach längerer Suchefand ich eine Tunika von Drops, die meinen Geschmack voll trifft.  Voller Begeisterung habe ich mir Wolle ausgesucht, aber schon im Handarbeitsladen selbst fingen die Probleme an. Gleich zwei Verkäuferinnen plus Chefin brüteten am Ende über der Anleitung, aber so recht wollte sie ihnen nicht in den Kopf, aber mit einer anderen Anleitung für ein Oberteil dieser Art konnten sie mir auch nicht weiterhelfen.
Also versuchte ich mich zu Hause an der Anleitung, schließlich habe ich bei http://www.ravelry.com dieses Projekt auch schon fertig gesehen und dachte mir daher: Das schaffst Du auch. Einige Stunden und unzählige Anleitungsleseversuche später habe ich es dann aufgegeben, es alleine schaffen zu wollen. Von einer guten Freundin, die ob der Anleitung auch nur den Kopf schüttelte, erfuhr ich, dass es in Friedberg bei Augsburg im Haus für Handarbeit einen offenen Strickkurs gibt, bei dem man sein Projekt mitbringt und individuelle Hilfe bekommt.
Gestern schnappte ich also meine Stricksachen und fuhr nach Friedberg. Geschlagene drei Stunden, rechneten und zählte ich mich gemeinsam mit Ursula Schweigert durch das Projekt, strickte mal wieder ein Stück, um die Theorie zu überprüfen und jedes Mal aufs Neue zu sehen: Das haut so nicht hin. Irgendwann warfen wir dann gemeinschaftlich das Handtuch und ich war hochgradig frustiert. Zum Glück hat aber Karin Weindl, die Chefin des Handarbeitshauses einen ähnlichen Geschmack, was Oberteile angeht und so kam sie mir mit einer Anleitung von Katia zur Hilfe. Jetzt stricke ich das blaugrüne Kleid und weiß genau, was ich zu tun habe. Zumindest für die nächsten 48 cm, denn dann beginnt das Oberteil…

Viele Grüße

Tee & Kekse