Die verstrickte Dienstagsfrage #104

Immer wieder Dienstags beantworte ich die verstrickte Dienstagsfrage. Inzwischen ist es schon fast schon lieb gewonnene Routine und ich warte gespannt darauf, was das neugierige Wollschaf wissen möchte. Diesmal geht es um Suchen & Finden:

Hast Du schon mal Dein Strickzeug oder ein gestricktes Teil irgendwo vergessen oder verloren?

Wenn ja, hast Du es wiederbekommen?

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Liebes Wollschaf,

zugegeben: ich verliere oder vergesse immer mal wieder irgendwelche Dinge. Nicht häufig, aber es passiert schon mal. Außer bei Stricksachen. Ich habe noch nie mein Strickzeug oder etwas fertig Gestricktes verloren. Obwohl…. Zählt es, wenn das bösartige Sockenmonster einen Stricksocken in den Tiefen der Waschmaschine versteckt hält und auch gegen verlockende Belohnungen nicht mehr rausrücken will?

Bei näherem Nachdenken fällt mir nur ein selbstgmachtes Handytäschchen ein, das mein Freund im Zug vergessen hat und das hoffentlich einen liebevollen neuen Besitzer gefunden hat. Besonders ärgerlich: Es war noch brandneu, ich hatte quasi gerade eben die Fäden vernäht…. Ich habe dann ein neues gemacht, das toi…toi…toi… seit inzwischen vier Jahren in Benutzung ist.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

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Die verstrickte Dienstagsfrage #74

An diesem neblig-grauen Dienstag geht das neugierige Wollschaf ans Eingemachte: Diese Folge der verstrickten Dienstagsfrage dreht sich um das größte Strickdesaster und den Lehren, die man daraus gezogen hat. Dann also nicht lange drum rum geredet, los geht’s:

Welches war das bisher größte Strick-Desaster, das Du mal produziert hast?

Was genau war daran so schrecklich?

Konntest Du daraus Lehren für Deine weitere Strick-Karriere ziehen?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

 

Liebe Kerstin, liebes Wollschaf,

vielen Dank für die spannende Frage. Bei mir ist das größte Strickdesaster definitiv das erste Oberteil gewesen, das ich für mich stricken wollte, ich hab schon gelegentlich davon erzählt. Ein ärmelloses Teil für den Sommer, eigentlich kein Drama, sollte man annehmen. Ich, noch kaum Ahnung vom Stricken, hab mich im Fachgeschäft beraten lassen, Wolle mitgenommen und es auch komplett genadelt, von unten bis zum Halsausschnitt. Dann bei der ersten Anprobe sah ich es: Das Teil hing an mir wie ein nasser Sack. War ich enttäuscht, schließlich war da schon richtig viel Arbeit reingegangen.

Gelernt habe ich auch was daraus. Heute weiß ich, dass meine stricktechnische Komfortzone ganz eindeutig bei Sockenwollstärke liegt und ein gutes Strickstück mit der richtigen Garnauswahl steht und fällt.

Ein Großteil der Wolle liegt immer noch in meinem Stash. Daraus entstehen dann nach und nach kleinere Strickstücke wie dieses Jäckchen fürs Patenkind. Im Nachhinein denke ich mir, dass die Verkäuferin doch hätte wissen müssen, dass das die absolut falsche Wolle für ein Sommertop ist, zumal weil ich nicht gerade klein bin und abzusehen war, dass das Teil nicht eben ein Fliegengewicht wird. Ob sie es nun gewusst hat, oder nicht, die Wolle muss weg, denn sie nervt mich, wann immer ich einen Blick in den Stash werfe. So gesehen habe ich aus dem Strickdesaster noch viel mehr gelernt: Kapuzen stricken, Zopfen, Kindergrößen einschätzen, englische Anleitungen auseinanderklamüsern……

Viele Grüße,

Tee & Kekse