Strickfilzen: So geht’s

Filz ist robust, warm und hält zumindest zum Teil auch Feuchtigkeit und Schmutz ab – und ist je nach Schuhe StrickfilzenHerstellungsart auch noch ökologisch. Kein Wunder also, dass die Erfolgsgeschichte Filz bis mindestens in die Jungsteinzeit zurückreicht.

Keine Sorge, wir machen heute keinen Geschichtstripp in die textile Vergangenheit (es sei denn, Ihr wollt das gern einmal, dann einfach einen Kommentar dalassen). Statt dessen gebe ich heute vom Stricken bis zur Nachbearbeitung Tipps zum Strickfilzen.

Und weil die Hausschuhe für mich sind, dürfen sie auch noch gleich bei RUMS mitmachen….

Strickfilzen ist gerade auch für Strickanfänger eine tolle Sache, denn das Filzen gleicht kleine Unebenheiten super aus. Aber auch für alle, die schon länger an den Nadeln hängen ist es eine lohnende Sache, denn durch die Verwendung von dicker Filzwolle lassen sich schnell schöne und stabile Ergebnisse erzielen.

Material

Die Wahl des Garns ist entscheidend, wenn Ihr strickfilzen wollt. Zum einen wird sogenannte Filzwolle angeboten. Die besteht zu 100 Prozent aus Wolle und hat keine sogenannte superwash-Ausstattung, die das Filzen verhindert. Diese Wolle bekommt Ihr von den großen Garnherstellern Eurer Wahl, aber ab und an auch deutlich günstiger beim Discounter Eurer Wahl.

Die handelsübliche Filzwolle ist recht dick (ca. 100 m LL/100 g). Wollt Ihr dünnere Wolle verarbeiten, lohnt es sich zu experimentieren: Meiner Erfahrung nach kann man auch mit anderen Garnen ab 50 % Wollanteil gute Ergebnisse im Strickfilzen erreichen.

Zum Test, ob und wie gut ein Garn filzt, eignet sich natürlich eine Maschenprobe. Wer jetzt genervt die Augen verdreht, dem sei gesagt: Um eine Maschenprobe kommt man beim Strickfilzen kaum herum, denn das Gestrickt schrumpft ganz gewaltig….

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King Kong’s Mutter oder darf es noch etwas mehr sein?

200 Gramm dicke Filzwolle für ein Paar Hausschuhe?! Nein, das ist kein Druckfehler, das gehört tatsächlich so. Wenn Ihr Euch beim Stricken der Puschen denkt, dass da gut und gerne King Kong’s Mutter reinpasst, aber Ihr nicht, einfach weitermachen. Denn einmal in der Waschmaschine gebadet, schrumpft das Strickstück um 30 bis 40 Prozent – ziemlich viel also. Danach allerdings sollten die Schuhe auch an deutlich zierlichere Füße passen.

Wasch mich!

Eure Tasche für den Ebookreader oder die Schuhe sind fertig gestrickt? Super, dann kommt jetzt das Bad in der Waschmaschine, um aus dem Gestrick den Strickfilz zu machen. Wer schon mal mit der Hand gefilzt hat weiß: Reibung ist in diesem Fall Trumpf. Deswegen gebe ich immer 1-2 Igel- oder Tennisbälle mit in die Trommel und außerdem ein kleines bisschen normales Waschmittel (kein Wollwaschmittel und schon gar keinen Weichspüler). Gerne darf auch noch ein Handtuch in die Maschine. Gewaschen wird im Standard-Waschprogramm bei 40 °C.

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Der spannende Moment

Die Maschine ist fertig – spannende Moment ist da. Ich finde ja, es ist ein bisschen wie Backen. Wenn der Kuchen mal im Ofen ist, kann man nur noch abwarten, Tee trinken und hoffen, dass es geklappt hat… Im Gegensatz zum Kuchen geht bei Strickfilz aber hinterher noch ein bisschen was: Habt Ihr z.B. Schuhe gestrickt, könnt Ihr sie anprobieren ob sie passen. Tun sie? Dann in Form ziehen, mit Zeitung ausstopfen und trocknen lassen. Tun sie das nicht, einfach nochmals waschen, evtl. auch bei 60 °C.

Strickfilz -Ideen

Schuhe, Tasche, was darf es denn sein? Hier habe ich Euch noch einige Links zu (kostenlosen) Anleitungen zusammengestellt:

Ich hoffe, meine Tipps zum Strickfilzen haben Euch geholfen. Habt Ihr auch schon Erfahrungen mit Strickfilzen gemacht? Was funktioniert bei Euch besonders gut? Ich freu mich auf Eure Kommentare.

Die verstrickte Dienstagsfrage #98: Beleuchtung beim Stricken

Wir nähern uns mit großen Schritten der 100. verstrickten Dienstagsfrage, die ich hier auf dem Blog beantworte. Diesmal geht es um die verschiedenen Vorlieben, was Beleuchtung beim Stricken angeht:54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen – wie beleuchtest Du Deinen Strickplatz?

Liebes Wollschaf,

ob dunkle oder helle Jahreszeit, ich bin ganzjährig ein großer Fan von guter Beleuchtung beim Stricken. Deshalb mag ich auch nicht auf meine Stehlampe mit Deckenfluter und schwenkbarem Spot verzichten, den ich ganz nach Belieben auf oder neben das Strickstück richten kann. Es handelt sich um das 08/15 Standarmodell des Möbelschweden und hat glaube ich so um die 10 Euro gekostet – also nichts besonderes, kein LED, kein weiß-ich-nicht-was, aber eben individuell einstellbar, so dass sich auch dunkle Garne ohne Krampf verarbeiten lassen.

Besonders angenehm finde ich natürlich das Stricken bei natürlichem Licht, aber das ist einem ja nur selten vergönnt….

Wie wichtig gute Beleuchtung fürs Stricken ist, habe ich erst neulich gemerkt, als ich einen Kurs besucht habe und dank kaputter Lampe in der dunkelsten Ecke saß. Das Resultat: Fiese Kopfschmerzen. In diesem Sinne: ganz herzlichen Dank für die Frage, liebes Wollschaf!

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

 

Die verstrickte Dienstagsfrage #96

Wer regelmäßig meinen Blog liest, hat sich vielleicht gestern gewundert, warum es zwar einen kunterbunten Beitrag rund ums Färben mit Ostereierfarben, aber keine verstrickte Dienstagsfrage gegeben hat. Der Grund ist einfach: Das Wollschaf hat verschlafen und so gibt es die Beantwortung der aktuellen Frage auch hier mit ein wenige Verzögerung…

Das Wollsch(l)af hat verschlafen 😦54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration

Passend dazu die heutige Diensschlafs…ähhh…tagsfrage:

Bist Du schon mal während des Strickens eingeschlafen?
Was machst Du, wenn Du müde bist, aber trotzdem noch stricken möchtest?

Liebes Wollschaf,

ich hoffe, Du hattest einen erholsamen Schlaf und bist nun wieder fit für neue Dienstagsfragen.

Nein, während des Strickens bin ich noch nie eingeschlafen, wohl aber habe ich schon das ein oder andere Mal in übermüdetem Zustand gestrickt.

Ergebnis: Viel Aufribbeln und Kopfschütteln darüber, was ich da im Autopiloten-Modus so fabriziert habe.

Deshalb: Wenn ich merke, dass ich zu müde bin, lasse ich das mit dem Stricken künftig lieber. Ja, auch wenn es schwer fällt und ich doch am liebsten noch so ein kleines Ründchen stricken würde, ihr kennt das ja sicher…

Viele Grüße & bis nächste Woche,

Tee & Kekse

Die verstrickte Dienstagsfrage #95

Lange war es ruhig auf Tee & Kekse, das soll sich jetzt aber endlich wieder ändern – das heißt, so es der aktuell anstehende Umzug und mein herzallerliebster Telefonanbieter mit den Blubberblasen es zulassen. Es scheint allerdings irgendwie ein größeres Problem zu sein, an der alten Adresse den Anschluss zu deaktivieren und an der neuen Adresse freizuschalten. Klar, da hat man sicher auch keine Übung darin, kommt bestimmt auch nicht häufig vor, dass jemand umzieht. Sonst hätte man mir sicher auch mitteilen können, wann die Ab- und Freischalttermine denn nun seien…

Atemberaubend gut fand ich auch den „Kundenservice“. Der Hinweis darauf, dass das Internet dringend etwa fürs Arbeiten gebraucht wird und deshalb ein zeitnaher Freischalt-Termin eine durchaus formidable Sache sein könnte, wurde von der Dame am anderen Ende mit einem ebenso herzlichen wie verständnisvollen: „Das spielt keine Rolle“ beantwortet. Ihr merkt schon: sollte es in nächster Zeit wieder recht ruhig sein, liegt das wahrscheinlich nicht daran, dass es einfach keine Rolle spielt, ob man als Kunde die Dienstleistung in Anspruch nehmen kann, solange man nur dafür zahlt – und natürlich noch 50 Euro zusätzlich dafür, dass man für unbestimmte Zeit von den Versuchungen der großen weiten Online-Welt verschont wird.

Solange ich aber noch den Draht ins Netz habe, kommt hier die aktuelle verstrickte Dienstagsfrage für Euch.

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Zwei Wochen war das Wollschaf krank – jetzt fragt es wieder, Gott sei Dank :-=)

Heute ist Herbstanfang, die Tage werden kürzer und kälter und wer nicht sowieso schon ganzjährig die Nadeln schwingt, bekommt jetzt richtig Lust auf’s Stricken.
Was sind Deine Herbst-Strickpläne, welche Projekte stehen in den nächsten Wochen und Monaten auf Deiner todo-Liste?
Oder lässt Du Dich einfach treiben und strickst, was Dir gerade über den Weg läuft?

Liebes Wollschaf,

zuerst einmal: schön, dass Du wieder auf den vier Beinen bist, ich habe Dich und Deine unterhaltsamen und spannenden Fragen schon vermisst.

Das Herbstanfang ist, ist mir leider nicht entgangen, die Temperaturen sind schneller abwärts gesaust als ich in der Wasserrutsche bei einem der seltenen Freibadbesuche während dieses zweifelhaften Teilzeitsommers. Die Lust zum Stricken ist allerdings ungebrochen und so habe ich erst vergangene Woch ein Paar Socken angeschlagen, bei denen ich zum ersten Mal eine nachträglich eingestrickte Ferse ausprobieren möchte. Warum das? Ganz einfach! Die Sockenwolle ist gemustert und ergibt mit 64 Maschen ein perfekt gleichmäßiges Ringelmuster. Das wollte ich nicht durch das Stricken einer Ferse unterbrechen. Statt dessen habe ich entschieden, Ferse und Zehenabnahmen in einer anderen Farbe zu arbeiten. Fotos gibt es demnächst. Ich bin schon gespannt, wie hinterher die Passform sein wird, aber dazu ein ander Mal….

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

Die verstrickte Dienstagsfrage #94

Heute gibt es mal wieder eine verstrickte Dienstagsfrage. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, dann gleich mitten hinein ins Geschehen:54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration

“Selbstgestrickte Sachen brauchen nicht perfekt zu sein, es ist schließlich Handarbeit” – stimmst Du dieser Aussage zu?

Liebes Wollschaf,

Hand aufs Herz: wie perfekt war Dein erster selbstgestrickter Schal? Eben, siehst Du…. Perfektion ist etwas, wonach man streben kann, was aber tatsächlich nur sehr schwer zu erreichen ist.

Natürlich sollte gutes Handwerk, wozu ich jetzt auch mal die Handarbeiten zähle, seinem industriell gefertigten Pendant in Qualität und Verarbeitung überlegen sein, deswegen halte ich die Begründung für etwas krude.

Aber ja, Handarbeit darf trotzdem nicht perfekt sein, weil sie eben immer nur so gut sein kann wie der, der sie ausführt. Dass hier ist kein Plädoyer dafür, sich nicht ständig weiterzuentwickeln und nacht etwas Besserem zu streben als dem, was man gerade kann, aber die Messlatte sollte andersherum auch nicht so hoch liegen, dass irgendjemand deshalb belächelt oder ausgegrenzt wird – schließlich ist Handarbeiten für die meisten von uns doch ein Hobby.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

 

Die verstrickte Dienstagsfrage #93

Auch heute gibt es hier wieder eine verstrickte Dienstagsfrage. Ich bin schon gespannt, später nachzulesen, wie die anderen Teilnehmer diese Woche geantwortet haben, bei mir war gar kein langes Überlegen nötig – im Gegenteil! Worum es eigentlich geht? Um das ebenso schöne wie inspirierende Thema Strickbücher!Die vertsrickte Dienstagsfrag

Habt Ihr ein oder mehrere Lieblings-Strickbücher?

Wenn ja, welche(s)?

Aus welchem Buch habt Ihr bisher die meisten Modelle nachgestrickt?

Welches Buch in Eurer Strickbibliothek hat Euch bisher den meisten Nutzen gebracht und warum?

 

Liebes Wollschaf,

die Frage ist für mich gaaaanz einfach zu beantworten. Mein liebstes Strickbuch ist das, was mir auch am meisten Nutzen gebracht hat. Es ist…. Tusch und Trommelwirbel: Stricken – Das Standartwerk von Stephanie van der Linden. Auf youtube gibt es einen Clip vom topp Verlag, der das Buch verlegt hat, da könnt Ihr mal reinschauen, wenn Ihr es nicht sowieso schon kennt.

Wahrscheinlich zielte die Frage zwar auf eines des vielen schööööööönen Strickbücher, die einen ganz berauscht von Farben und Formen zurücklassen. Aber ganz ehrlich, die meisten Anleitungen die ich stricke, sind aus raverly. Ich blättere zwar wirklich gern in Strickbüchern, aber mir fällt auf Anhieb keines ein, aus dem ich mehr als ein Modell gestrickt hätte. Wann immer ich allerdings etwas zum Thema Technik nachschlagen möchte, komme ich immer wieder auf das dicke rosa Buch zurück, was es auch definitiv zum meistbenutzten Buch in der Strickbibliothek macht.

Jetzt geh ich mal schauen, was Eure Favoriten sind. Wenn Ihr einen tollen Tipp habt, freue ich mich aber auch über Kommentare an dieser Stelle!

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

 

Die verstrickte Dienstagsfrage #92

Wir nähern uns langsam aber sicher der 100… Wenn ich öfters Zeit zum bloggen finden würde, ginge es ratzfatz und schon wäre die 100. verstrickte Dienstagsfrage beantwortet. Heute finde ich mal wieder die Zeit, also nix wie ran ans Laptop und losgelegt….54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration

Hattet Ihr in Zusammenhang mit Eurem Hobby schon mal ein negatives Erlebnis?

Musstet Ihr Euch vielleicht dumme Sprüche oder abfällige Bemerkungen anhören?
Oder hattet Ihr schon mal Streit mit dem Partner wegen Eurer Wollkäufe oder weil Ihr Euch mehr mit dem Strickzeug als mit ihm beschäftigt?
Wart Ihr womöglich in einen Zickenkrieg unter Wollweibern verwickelt?
Habt Ihr eventuell sogar schon Verletzungen oder andere negative gesundheitliche Folgen -verursacht durch Euer Hobby- erleiden müssen?

Und wenn ja, wie seid Ihr mit der Situation umgegangen?

Liebes Wollschaf,

vielen Dank für die Frage! In diesem Punkt scheine ich (fast) auf einer Insel der Glückseligen zu leben. Mit ernsthaft negativen Kommentaren zu meinem Hobby war ich bisher zum Glück nicht konfrontiert, so ein bisschen Gefrotzel kann man ja nicht wirklich dazuzählen.

Streit wegen meiner Wollkäufe? So weit kommt es noch. Ich habe einen festen Ort für meinen Stash und sorge dafür, dass er nicht überquillt. Außerdem zahle ich meine Wolle selbst und weil mein Liebster mehrere mindestens so zeitraubende Hobbys hat wie ich, gibt es gar keine Diskussion darüber.

Zickenkrieg? Nun ja, es gibt wohl in jedem Lebensbereich Menschen, die meinen, sich auf Kosten anderer profilieren zu müssen. Was soll man dazu schreiben? Ich versuche es mal mit: Nichts! Das Leben ist entschieden zu kurz, um sich über so etwas aufzuregen und bei Licht betrachtet sind solche Aktionen meist auch verdammt armseelig und im Grunde bemitleidenswert.

Da wende ich mich doch lieber wieder den schönen Seiten zu, denn ich kann es nicht oft genug betonen: die positiven Seiten überwiegen stark und die geknüpften Kontakte machen mir immer wieder aufs Neue viel Freude.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

 

Sonntagsfreuden: Backen, Stricken und Erdbeeren

Was für ein wundervoller Sonn(en)tag. Quasi über Nacht ist es Hochsommer geworden. Strahlende Farben und Wärme lassen zumindest meine Kreativität sprießen. Und weil ich es schon längst einmal vorhatte, mache ich mit diesem Beitrag auch zum ersten Mal bei den Sonntagsfreuden von Frau Kreativberg mit.

socken charade

Viel Freude machen mir die Socken Charade, über die ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe. Dort findet Ihr auch den Link zur kostenlosen Anleitung. Der erste ist schon fertig und auch beim Zweiten kann man zusehen, wie er wächt.

Marmormuffins

Köstlich ist auch die zweite Sonntagsfreude: Ich habe fructosearme Marmormuffins gebacken und möchte Euch meine Variante natürlich nicht vorenthalten:

Marmormuffins
(Für 12 Stück)

100 g Butter
ca. 100 g Traubenzucker
2 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Backnatron
ca.5-6 EL Milch
3 TL Kakaopulver (ohne Zucker)
Vanille, Zimt

Die Butter mit Traubenzucker, Vanille und Eiern schaumig rühren. Mehl, Backpulver Natron in die Schüssel geben und die Milch hinzufügen. Den Teig rühren bis er eine gute Konsistenz hat und nicht zu fest, aber auch nicht zu flüssig ist. Bei Bedarf noch Milch hinzufügen.

Zwei Drittel des Teiges in die Papierförmchen in der Muffinbackform geben.

Anschließend den Kakao und eine Prise Zimt unter den verbliebenen Teig rühren. Evtl. noch Milch hinzufügen. Einen Löffel von dem Schoko-Teig auf den hellen Teig setzen, so dass am Ende alle Förmchen etwa halbhoch befüllt sind.

Bei 150 Grad Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Backofen 25 bis 30 Minuten backen. Wegen dem Traubenzucker sollte keine zu hohe Temperatur gewählt werden, da er sehr schnell braun wird!

Genießen und freuen!

ErdbeerenUnd last but noch least sind die Erdbeeren reif… Köstlich rot und einfach wunderbar lecker! Was braucht es mehr?

Socken stricken, Thriller & Obstshake

Heute ist ein richtig schöner Sonnentag – Grund genug, es sich mit Strickzeug, einem guten Buch und einem leckeren Obst- oder Fruchtshake auf dem Balkon gemütlich zu machen. Dementsprechend gibt es heute auch gleich drei Tipps für Euch…

socken stricken anleitung kostenlos

Mir ist eingefallen, dass ich für einen demnächst anstehenden Geburtstag noch ein Paar Socken benötige. Weil ich mal wieder Lust auf ein neues Muster hatte, habe ich bei ravelry geschaut – und wie üblich das Richtige gefunden. Angestrickt habe ich also die Socken „Charade“ von Sandra Park. Ein echtes Mindless-Projekt, das flink von den Nadeln geht, weil das Muster total einfach zu merken und schnell zu stricken ist. Hier findet Ihr den Link zur kostenlosen Anleitung.

cotton stretch wolle rödel

Verwendet habe ich dafür die „Cotton Stretch“ von Wolle Rödel. Ich muss sagen, ich bin ein bisschen zwiegespalten, was das Garn angeht. Es hat eine schöne Farbe und mit dem hohen Baumwollanteil ist es trotz der warmen Temperaturen eine Freude, Socken zu stricken. Sicher werden sie sich auch in der warmen Jahreszeit gut tragen lassen. Allerdings fusselt die Wolle – oder richtiger das Garn, denn die Cotton Stretch ist 100 % Wollfrei, schon beim Verstricken. Ich hoffe, dass sich das beim Waschen gibt. Hat jemand von Euch schon Erfahrungen damit gemacht?

obstshake rezept kostenlosPassend zu dem schönen Sonnenwetter habe ich mir einen strahlend gelben Obstshake oder Smoothie gemacht, wie die Getränke jetzt ja auch ganz gern heißen. Weil ich ihn super lecker fand, kommt hier das Rezept für Euch. Ihr benötigt:

1 reife Banane

1/2 Mango

evtl. 1/2 Apel

Orangensaft

Mineralwasser

einige Eiswürfel nach Belieben

Banane und Mango in Stücke schneiden und in einen Mixbecher geben. Ich habe zusätzlich einen halben Apfel kleingeschnitten und dazugegeben. Dieser wird allerdings nicht cremig wie die anderen Zutaten, sondern bleibt ein wenig Stückig. Einfach ausprobieren, ob Es Euch schmeckt. Die Zutaten mit Orangensaft aufgießen, bis sie bedeckt sind und mit dem Stabmixer cremig pürieren. Mit Mineralwasser auffüllen, bis es die richtige Süße für Euch hat. Mit einem Löffel nochmals verrühren und nach Belieben einige Eiswürfel dazugeben.

phil rickman sündenflutWährend ich so meinen Shake trank, fiel mein Blick auf Buch und Strickzeug. Auf dem Foto kommt es nicht so gut raus, aber Strickzeug und Buch haben tatsächlich ganz ähnliche Türkis-Töne. Ich habe ja schon Leute gesehen, deren Nagellack 100 % zum aktuellen Strickprojekt gepasst hat, aber die passende Lektüre zur Wolle? Das fand ich schon witzig. Aber wenn wir schon dabei sind, kann ich auch noch ein paar Worte zu dem Buch und der Serie verlieren, aus der es stammt.

„Sündenflut“ ist der inzwischen 10. Band aus der Mystery-Serie um die anglikanische Pfarrerin und „Beauftragte für spirituelle Grenzfragen“ Merrily Watkins. Der englische Autor und Radiomoderator Phil Rickman versteht es wie kein Zweiter, Thriller mit dem gewissen Etwas zu schreiben. Meisterlich schafft er Stimmungen, so dass man meint, die kühle Athmosphäre eines Regentags in der englischen Provinz oder das Hallen von Schritten auf dem Boden einer Kirche wirklich zu spüren oder zu hören. Regelmäßig schafft er es, die Grenzen der realen Welt auf eine Art zu verwischen, dass einem angebliche oder tatsächliche Geistererscheinungen oder andere Phänomene plötzlich gar nicht mehr so unwahrscheinlich vorkommen. Seine Hauptfigur Merrily Watkins hat deshalb als alleinerziehende Mutter nicht nur mit möglicherweise übernatürlichen Phänomenen und der hohen Heizrechnung für das historische Pfarrhaus zu kämpfen, sondern auch mit ihrer Tochter, die das Heidentum weitaus anziehender findet als die Lehren, die sie vertritt….
Ich habe das Buch noch nicht zu Ende gelesen und kann daher noch kein abschließendes Urteil abgeben, die Serie an sich möchte ich Euch auf jeden Fall wärmstens empfehlen. Damit Ihr eine kleine Ahnung habt, worum es geht, kommt hier der Klappentext:

„Dezember in Herefordshire, die Flüsse steigen, bald wird der kleine Ort Ledwardine eine Insel sein. Der Strom ist schon ausgefallen. Sicher fühlt sich nur der vor einer Fatwa hierher geflohene bekannte Religionskritiker. Derweil entbrennt Streit um eine archäologische Grabung, die manchen gar nicht passt: militanten Christen, den Grundstücksbesitzern und auch der jungen Frau des Atheisten. Mehr als den Medienzirkus um das urzeitliche Heiligtum fürchtet sie aber etwas anderes. Etwas, das nach einem Exorzisten verlangt. Doch in Ledwardine ist nicht nur der Teufel los, sondern auch ein Mörder.“

 

Ich hoffe, Ihr konntet hier die eine oder andere Anregung mitnehmen. Was lest, trinkt oder strickt Ihr denn gerade gerne? Ich würde mich sehr über Kommentare freuen!

 

Fingerlose Handschuhe (mit Link zur Strickanleitung)

Ich sag mal so: es gab dieses Jahr schon Nächte und Morgende, die wärmer waren… Deshalb habe ich mich entschlossen, mich noch nicht an fluffig leichte Sommerprojekte zu machen, sondern erst noch kuschelig warme fingerlose Handschuhe zu stricken.

Fingerlose_Handschuhe_1

Gestrickt habe ich das Paar aus „Bamboo Plus“ von Wolle Rödel LL (208 m/100 g). Die Wolle hat sich super und absolut problemlos verstricken lassen und auch das Strickbild ist mit dem Garn aus 60 % Bambus und 40 % Polyester super gleichmäßig geworden. Ich hätte mir gut vorstellen können, damit noch weitere Projekte zu stricken, leider hat Rödel die Qualität schon wieder aus dem Sortiment genommen.

Fingerlose_Handschuhe_2

Ich habe den Teil zwischen Bund und Daumenansatz länger gestrickt (insgesamt 3 Mustersätze), damit die Handschuhe auch schön unter den Jackenärmeln bleiben und es nicht zieht. Diese kleine Modifikation ist mit insgesamt einem Knäuel super machbar – das fertige Paar wiegt noch nicht einmal ganz 55 Gramm, also könnte man locker noch ein kürzeres zusätzlich stricken.

Fingerlose_Handschuhe_Detail

Die kostenlose Anleitung habe ich wie so oft auf ravelry gefunden, sie hören auf den schönen Namen Cafe au lait Mitts.