Die verstrickte Dienstagsfrage #14

Einen wunderschönen Dienstag, wünsche ich Euch. Heute gibt es wieder eine spannende Frage vom neugierigen Wollschaf. Also los….

Ich habe gerade damit angefangen auch Strickjacken und Pullover zu stricken. Wie macht ihr das, habt ihr ein Strickmuster, dass gut passt, das ihr nur noch abändert oder in einer anderen Farbe strickt? Oder strickt ihr jedesmal ein neues Strickmuster.

Vielen Dank an Poppy für die heutige Frage!

Liebe Poppy, liebes Wollschaf,

vielen herzlichen Dank für die interessante Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Momentan stricke ich ja eine Jacke für die kleine Tochter von Freunden, wie Ihr im letzten Post lesen konntet. Das Stricken macht nicht nur Spaß, sondern ich kann mal in klein ausprobieren, was es später auch in groß geben soll, nämlich eine neue meiner heißgeliebten Strickjacken. Nachdem ich für mich eher länger als kürzer an einem Modell arbeiten werde, wird es sicher nicht immer das gleiche Modell sein, außer vielleicht wenn eines wirklich perfekt passt und ich mich entscheiden sollte, es mal noch in einer anderen Farbe zu stricken.

Zunächst habe ich jedoch Modelle ausgesucht, von denen ich irgendwann und ohne Eile einmal die eine oder andere stricken möchte. Das wären:

  • Einen Swirl, den ich mir, wenn er sich gut strickt, durchaus in mehreren Varianten vorstellen kann
  • Die Jacke Abalone gefällt mir wegen ihrer Einfachkeit und den zahlreichen Variationsmöglichkeiten
  • Ebenfalls einmals versuche möchte ich die hübsche RVO-Jacke Tracy Q
  • Zum Anfang wird es für mich aber wohl eine Weste. Vielleicht dieses Modell mit Zöpfen

Und, was sind Eure Strickjacken-Favoriten?

 

Viele Grüße & eine schöne Woche

Tee & Kekse

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Multnomah

Warme Beerentöne, ein Hauch von Dunkelrot und Braun – diese wunderschöne Farbmischung von Lana Grossa hat es mir gleich angetan. Als ich dann noch gesehen habe, dass das Meilenweit 6-fach Special gerade im Angebot ist, musste ich einfach ein Knäuel mitnehmen – und dass, obwohl ich schon vor Längerem beschlossen habe, dass ich nur noch Wolle für bereits festgelegte Projekte kaufe. Also musste dringend eine passende Anleitung her. Über die Suchfunktion von www.ravelry.com, die zu bestimmten Garnsorten passende Projektvorschläge macht, bin ich auf das Dreieckstuch Multnomah gestoßen. Mit seinem hübsch durchbrochenen Wellenrand war für mich sofort klar, dieses Modell von Kate Ray, die auch den Blog Hello Knitty betreibt, muss auf die Nadeln.

Mit dem Ausdrucken der Anleitung begannen für mich die Probleme, denn ich hatte mich für die ebenfalls bei ravelry erhältliche deutsche Variante entschieden und leider nicht für das Original. Ich las die Anleitung und kam überhaupt nicht damit klar. Eine kurze Recherche bei google zeigte mir, dass ich mit diesem Problem nicht alleine war. Wohl auch deshalb hat sich die Bloggerin der Wolltruhe die Mühe gemacht, den ersten Teil der Anleitung nochmals neu zu übersetzen. Ihr Rat, dann das Muster, wie in der deutschen Anleitung angegeben weiterzustricken, erwies sich in der Folge als ein wenig optimistisch. Auch da stolperte ich über Ungereimtheiten. Letztendlich hat mich dieses Strickerlebnis davon überzeugt, nochmals eine komplett neue deutsche Anleitung zu schreiben, für all diejenigen, die nicht mal eben schnell im englischen Original nachlesen können.

Hier findet sich meine neu übersetzte Anleitung des Multnomah-Tuchs.
Ich habe sie sorgfältig erstellt, sollten Euch dennoch Fehler auffallen, freue ich mich über einen Kommentar oder eine Email.

Die vertsrickte Dienstagsfrage #1

Ich spiele schon eine ganze Weile mit dem Gedanken, die verstrickte Dienstagsfrage in den Blog aufzunehmen und längerfristig vielleicht sogar den Freitagsfüller dadurch zu ersetzen, denn sie passt thematisch einfach besser hierher. Für alle, die die verstrickte Dienstagsfrage noch nicht kennen: Jeden Dienstag stellt das neugierige Wollschaf der strickenden Blog-Community eine Frage zu einem Problem zwischen Nadeln und Faden. Natürlich stricke ich jetzt noch nicht so lange, dass ich auf jedes Problem eine Antwort wüsste, aber wenn, dann teile ich mein Wissen gerne – so wie heute. Denn warum die aktuelle Frage des Wollschafs mein aktuelles Strickproblem genau trifft, erfahrt ihr gleich, hier aber zuerst die Frage:

Einmal vom Virus des Stricken´s angesteckt, legt man nicht so schnell die Nadeln wieder zur Seite. Mit viel Geduld testet man auch gern mal etwas Neues aus. Doch habt ihr schon einmal ein Muster versucht, und seit kläglich daran gescheitert. Trotz immer wieder erneuter Versuche, hat es vorne und hinten nicht so aus geschaut wie es sollte, oder die Maschen wollten nicht so wie beschrieben? Wie viel Ausdauer habt ihr, bis ihr aufgebt? Sucht ihr nach einiger Zeit nach einem ähnlich ausschauenden Muster oder legt ihr das Projekt ad acta? Wie händelt Ihr diese Situation?

Vielen Dank an Sylvia für die heutige Frage!

Die Wolle für mein neues Oberteil: Elastico Big von Lana Grossa

Liebe Sylvia, liebes Wollschaf,

jetzt habe ich endlich soweit stricken gelernt, dass ich mich mal an ein schönes Oberteil wagen wollte, Unmengen Schals sind zwar schön, aber  outfittechnisch braucht es doch noch etwas mehr. Nach längerer Suchefand ich eine Tunika von Drops, die meinen Geschmack voll trifft.  Voller Begeisterung habe ich mir Wolle ausgesucht, aber schon im Handarbeitsladen selbst fingen die Probleme an. Gleich zwei Verkäuferinnen plus Chefin brüteten am Ende über der Anleitung, aber so recht wollte sie ihnen nicht in den Kopf, aber mit einer anderen Anleitung für ein Oberteil dieser Art konnten sie mir auch nicht weiterhelfen.
Also versuchte ich mich zu Hause an der Anleitung, schließlich habe ich bei http://www.ravelry.com dieses Projekt auch schon fertig gesehen und dachte mir daher: Das schaffst Du auch. Einige Stunden und unzählige Anleitungsleseversuche später habe ich es dann aufgegeben, es alleine schaffen zu wollen. Von einer guten Freundin, die ob der Anleitung auch nur den Kopf schüttelte, erfuhr ich, dass es in Friedberg bei Augsburg im Haus für Handarbeit einen offenen Strickkurs gibt, bei dem man sein Projekt mitbringt und individuelle Hilfe bekommt.
Gestern schnappte ich also meine Stricksachen und fuhr nach Friedberg. Geschlagene drei Stunden, rechneten und zählte ich mich gemeinsam mit Ursula Schweigert durch das Projekt, strickte mal wieder ein Stück, um die Theorie zu überprüfen und jedes Mal aufs Neue zu sehen: Das haut so nicht hin. Irgendwann warfen wir dann gemeinschaftlich das Handtuch und ich war hochgradig frustiert. Zum Glück hat aber Karin Weindl, die Chefin des Handarbeitshauses einen ähnlichen Geschmack, was Oberteile angeht und so kam sie mir mit einer Anleitung von Katia zur Hilfe. Jetzt stricke ich das blaugrüne Kleid und weiß genau, was ich zu tun habe. Zumindest für die nächsten 48 cm, denn dann beginnt das Oberteil…

Viele Grüße

Tee & Kekse

Sonniger Wellenbaktus – Sunny Wavy Baktus

Nach den vergangenen schönen Tagen ist es heute hier wieder reichlich trüb, naß  und ungemütlich. Grund genug für ein paar sonnige Impressionen von meinem neuesten Wellenbaktus, denn schon allein die Wolle erinnert hier an wärmere Gefilde….

Anleitung: Dieses durch und durch anfängergeeignete Stück von Frollein Rosenresli gibt es hier bei Ravelry, aber Vorsicht… ein Wellenbaktus kommt selten allein, auch bei mir ist es nicht der erste.

Wolle: Ein Knäuel (100 g) handgefärbte Wolle von Opal mit dem schönen Namen „Afrika“: Intensives Gelb, Orange, Rot und ein Hauch Schwarz lassen mich an einen wunderschönen Sonnenuntergang denken. Scheint die Sonne auf das Tuch, beginnen die Farben richtig zu leuchten.  Damit für das Tuch nicht mehr als dieses eine Knäuel verbraucht wird, empfiehlt es sich, das Knäuel immer wieder zu wiegen, um nach 50 g mit den Abnahmen zu beginnen.

Nadeln: Ich habe eine Rundstricknadel Stärke 3,5 und verwendet.

Ich habe den Wellenbaktus mit ein wenig Wollwaschmittel gewaschen und, in enge Wellen gelegt, getrockent. Jetzt hält er die Wellenform noch um einiges besser. Heute werde ich das gute Stück zur Post tragen, ich bin mir sicher, die Empfängerin wird sich sehr darüber freuen.

Here you find my version of the „wavy baktus“.

Pattern: You find the english and dutch pattern here on ravelry.

Wool: I used a skein of „Africa“ from Opal Wolle. It’s helpful to weigh the skein from time to time and start decreasing when half of the skein is left.

Needles: Circular needles 4

Before wearing it’s helpful to wash the wavy baktus carefully, using just a little wool detergent. Afterwards the baktus is allowed to dry on a towel while shaped into small waves. It will keep it’s wavy shape much more better.

Freitagsfüller #11

Es ist wieder Freitag und das beduetet: Es gibt einen neuen Freitags-Füller. Nachdem ich letzte Woche einen Artikel über die Textilkünstlerin Julia Kiefer für Euch geschrieben habe, gibt es jetzt wieder die gewohnten Fragen von Barbara auf scrapimpulse

1.  Heute werde ich auf jeden Fall mit meiner neuen Tunika für den Sommer anfangen – ich freu mich schon drauf.

2.  Jetzt befülle ich den Freitags-Füller dann möchte ich in die Sonne.

3.  Als ich gehört habedass am Dienstag Nockherberg war, saß ich sofort vor dem Fernseher.

4. Ihr dürft euch auf eine neue Serie bei Tee & Kekse zum Thema Stricken freuen, damit beginne ich schon bald.

5.  Was macht eigentlich Fred Vargas, ich würde gern mal wieder ein neues Buch von ihr Lesen.

6. Wozu braucht man eigentlich Eierkocher?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Stricken, morgen habe ich noch nichts besonderes geplant und Sonntag möchte ich zur St. Patricks Day Parade nach München!