Die verstrickte Dienstagsfrage #64

Schon wieder Dienstag, wie konnte das passieren? Die Zeit fliegt nur so dahin zur Zeit…. Geht euch das auch so? Jedenfalls bedeutet Dienstag, dass es wieder einmal Zeit ist für eine neue verstrickte Dienstagsfrage des neugierigen Wolslchafs. Heute: Nie verstrickte und übriggebliebene Wollknäuel und Wollreste, die in den Tiefen des Stash auf ihre Verarbeitung warten.

Aus dem Archiv vom 16.08.2005:

Welche Wolle liegt schon am allerlängsten in deinem Vorrat? Warum ist sie noch nicht verarbeitet (oder verkauft oder verschenkt…)? Was soll(te) aus ihr einmal werden?

Liebes Wollschaf,

ich habe davon leider nicht nur einen Strang, sondern inzwischen eine ganze Kiste mit gaaanz dicker Wolle, in verschiedenen Verzwirnungen. Die hat sich im Laufe der Zeit so angesammelt, einiges habe ich zum Nadelbinden verwendet, aber anderes liegt hier immernoch so rum und ich habe absolut keine Ahnung, was daraus werden soll. Einen Teil habe ich schon zu Hausschuhen oder Taschen gestrickfilzt, mal sehen ob sich für den Rest auch ein passendes Projekt findet. Warum sie noch nicht verkauft ist? Mh… ich schätze, so Dinge wie Wolle horte ich einfach gerne, schließlich könnte gleich morgen das passende Projekt um die Ecke kommen…. Oder schon heute, man weiß ja nie so genau.

Viele Grüße & eine gute Woche

Tee & Kekse

Die verstrickte Dienstagsfrage #27

Resteverwertung ist ein spannendes Thema, da ist Kreativität gefragt, egal ob es sich um Lebensmittel oder Wolle handelt. Und genau mit dieser Frage hat sich heute auch das neugierige Wollschaf beschäftigt:

Ich lese immer wieder von Restedecken, Monstersocken und ähnlichem.
Manche Strickerinnen schaffen es anscheinend, auch den letzten Meter
Garn noch irgendwie sinnvoll zu verwerten.
Wie weit gehst Du da? Welche Mengen verarbeitest Du noch zu irgendetwas?
Ab wann (wieviel Gramm, wieviel Meter) ist ein Rest für Dich nicht mehr
verwendbar, und Du wirfst ihn ohne Reue weg?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage

Liebe Kerstin, liebes Wollschaf,

vielen Dank für die tolle Frage. Ehrlich gesagt, ich habe noch nie in Gramm oder Metern nachgemessen, wenn ich einen Rest Wolle in die Restetüte getan habe. Es ist mehr ein Gefühl: Wenn ich einen Rest anschaue und mir denke, dass es noch für irgendwas reichen könnte, kommt dieser Rest in die Restetüte. Wahrscheinlich werde ich nicht alle der gesammelten Reste auch irgendwann selbst benötigen, aber das macht auch nichts. Vielleicht kann der Kindergarten um die Ecke ja etwas damit anfangen oder die Kinder von Freunden?
Gar nicht über eine weitere Verwertung nachdenken tue ich bei Resten, die zum Beispiel beim Versäubern von Strickstücken anfallen und die sichtbar schon so kurz sind, dass sich für mich ein Aufheben nicht lohnt. Andererseits habe ich auch da schon eine Ausnahme gemacht und aus einem solchen Stück Maschenmarkierer improvisiert, in dem ich kurzerhand Schlaufen geknotet und diese an der passenden Stelle in ein anderes Strickstück gesteckt habe.
Im Moment sind meine Reste noch recht übersichtlich. Was sich daraus alles zaubern lässt, zeigt sich aber beispielsweise, wenn man die Projekte der Gruppe „Rest End“ auf Ravelry durchsieht. Hier gibt es schöne Ideen und Mitstrickgelegenheiten und die Ergebnisse haben teils tolle, überraschende Farbkombinationen, die man mit einen Knäuel Wolle nie erreichen könnte…

Viele Grüße & eine schöne Woche wünschen
Tee & Kekse

Bildnachweis: iandoh via flickr