Zigzagular Socks – Es wird bunt, Baby!

zigzagular socksIn einem früheren Post habe ich euch von der Färbeaktion mit Ostereierfarben erzählt, bei dem unter anderem der Strang oben entstanden ist. Nachdem er eine ganze Weile im Stash schlummerte, habe ich ihn jetzt angestrickt und muss sagen Yeeeaaahhh! Ich bin total begeistert, weil es einfach so großen Spaß macht, beim Stricken zuzuschauen, wie sich die Farben entwickeln.

Doch was ist es eigentlich geworden? Ich wollte aus dem Knäuel etwas für mich etwas stricken, dass ich regelmäßig benutzen kann. Ein Tuch erschien mir irgendwie zu Bunt. Handstulpen? Hmmm… weiß auch nicht. Schließlich sind es nach langer Zeit mal wieder Socken geworden. Und zwar die Zigzagular Socks von Susie White.

Das Muster ist einfach zu stricken und geht deshalb auch ziemlich leicht von der Hand. Genau das Richtige für einen gemütlichen Fernsehabend oder eine längere Zugfahrt. Für dieses Modell habe ich 64 Maschen angeschlagen und stricke meine Socken wie immer mit den 3 mm Cubics von Knit Pro. zigzagular socksIhr seht: Socke Nr. 1 ist schon fast fertig, der zweite wird sicher auch nicht lange auf sich warten lassen. Besonders klase fand ich, dass sich beim Stricken ein schickes Ringelmuster ergeben hat. Weil ich beim Färben noch garnicht wusste, was aus dem Strang werden sollte, war das nicht beabsichtigt, aber es schaut doch wirklich so aus, als hätten aus diesen Strang wirklich Socken werden müssen…. zigzagular socksHier nochmal ein kleines Detail von der Ferse. Weil sie (wie eigentlich alle meine Socken) als Käppchenferse gestrickt habe, ist hier kein Ringelmuster entstanden, sondern ein wunderschöner Farbverlauf, den ich euch nicht vorenthalten wollte…

Habt ihr die Zigzagular socks auch schon mal gestrickt? Ich freu mich auf eure Varianten!

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Die verstrickte Dienstagsfrage #106

…ist heute genau genommen gar keine Frage. Die Anweisung des neugierigen Wollschafs lautet statt dessen „Führe den Satz fort mit dem ersten Gedanken, der Dir dabei in den Sinn kommt.“ Gerne doch. Also….

“Ich stricke, also… habe ich ständig irgendwas auf den Nadeln!“

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Was genau?

Diesmal ist es ein Loop nach der Anleitung „To infinity and beyound“ von Joji Locatelli. Das Muster, das Ihr kostenlos auf ravelry.com findet, strickt sich super. Schon nach kurzer Zeit hatte ich den Bogen raus und musste nur noch von Zeit zu Zeit auf die Anleitung spicken.

Mit seinen Lochmustern und Zöpfen ist der Loop nicht ganz anspruchslos, aber doch immernoch so, dass er sich gut nebenher stricken lässt. Nach dem Spannen kommt das Muster besonders gut zur Geltung, ich finde ja, es hat was von knospenden Frühlingsblumen, wie man sie jetzt überall spießen sieht.

Verwendet habe ich dafür ein Knäuel Zauberball, leider ist mir das Etikett abhanden gekommen, aber ich denke, es ist die Farbe „Charisma“: pink, schwarz und ein Hauch dunkelblau.

Gestrickt habe ich der Anleitung entsprechend mit Nadeln in Stärke 3,5 – eine gute Wahl, denn so ist er locker und leicht geworden.

Hier das Ganze im Detail….

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Warm durch den Herbst – cozy in autumn

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Langsam aber sicher wird es Herbst. Genau die richtige Zeit für ein Strickjäckchen, das ein kleines Mädchen hoffentlich schön warm durch die Übergangszeit bringen soll. Einige Zeit lag  es in der Wollkiste, es fehlten einfach die passenden Knöpfe. Jetzt, wo ich endlich fündig geworden bin, ging es ganz schnell. Fäden vernähen, Knöpfe hin und fertig…

Soon autumn will be here, it’s just the right time for a cardigan. This small piece of knitwear will keep a small girl in comfort trough the chilling weather. It’s been lying in the stash for some time now, missing only the matching buttons. When I finally found them, the finishing was quite easy. Fixing the open ends, attaching the buttons, done…

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Hier sieht man schon ein wenig mehr von dem guten Stück. Die Farben stimmen ziemlich gut mit dem Original überein. Ich habe Elastico Big von Lana Grossa verwendet, mit Knöpfen wiegt die Jacke 260 Gramm. Die Wolle für das Projekt hatte ich noch im Stash. Eigentlich hätte für mich ein Oberteil daraus werden sollen, aber da die Wolle noch elastischer ist als der Name es sowieso schon vermuten lässt, hing es unschön. Also habe ich alles wieder aufgeribbelt und zur weiteren Verwendung im Stash gelagert. Mein Lieblingsgarn wird das nicht, aber für die Jacke ist es genau richtig, denn durch die Dehnbarkeit des Garns kann sie noch ein paar Zentimeter mit dem Kind mitwachsen.

Here you can see tsome more of the piece. Colours in the photo are just like it looks in real. I used Elastico Big by Lana Grossa, in the end the overall weight is 260 grams, or 9.2 oz, buttons included. I found the yarn in my stash. It was intended for a top, but then it was just sagging around me. The yarn is even more elastic than you might assume by the name. Finally I found myself unravelling it and balling it, putting it back in the stash. This will never be my favourite yarn, but for this cardigan it’s just the right stuff, it will stretch when the little girl grows some inches.

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Und so sieht die Jacke „Aphrodite“ in voller Schönheit aus. Ich habe die englischsprachige Anleitung von Cathy Rubin hier auf Ravelry erstanden. Ihr Geld ist die Anleitung alle Mal wert, denn sie ist nicht nur ausführlich, sondern auch für insgesamt acht Größen ausgelegt, wobei die einzelnen Größen immer in unterschiedlichen Farben dargestellt sind. So fällt es leicht, die Übersicht zu behalten.

Die Anleitung für den Lace-Rand ist als Strickschrift und ausgeschrieben angegeben. Ich finde das Muster, das sich einmal um die gesamte Jacke zieht und etwas kleiner auch auf den Ärmeln zu finden ist, sehr dekorativ. Außerdem bringt es Abwechslung ins Stricken, ohne zu kompliziert zu sein.

Ich habe mich für die Version mit Kapuze entschieden, die Jacke kann aber auch ohne gestrickt werden. Gestrickt wird von der Kapuze oder dem Halsrand aus mit Raglanzunahmen nach unten. Mir hat das Stricken viel Spaß gemacht, es ist ein schönes Projekt für Leute, die schon etwas Übung mit den Nadeln haben.

And that is the „Aphrodite“ cardigan in its full beauty. I bought the instruction right here from Cathy Rubin on ravelry. It’s easily worth the expense, since it’s quite elaborate and contains instructions for eight different sizes. The sizes are presented in different colours, which helps a lot in keeping the track on things.

The pattern for the lacey edges are presented as chart and also in plain text. I personally like the ornamental pattern, it goes all around the cardigan and is repeated at the sleeves. It’s a nice variation in the knitting work and not complicated at all.

I decided to do the hooded version, the coat can be knitted without hood just the same. The knitting is started from the hood or the collar as to down raglan. I enjoyed knitting a lot, I think it’s a beautiful project for people who do have some routine with the needles.

Es geht rund

Heute kann ich Euch endlich wieder mal ein Sockenprojekt vorstellen, das gerade auf meinen Nadeln wächst, die Stashbuster Spirals. Das sind schicke Resetsocken, die so gar nicht nach Resten aussehen und dabei auch noch total spaßig zum Stricken sind, weil man mit mehreren Farben arbeitet. Ach ja, auch wenn die Anleitung aufs erste irgendwie kompliziert klingt, so schlimm ist es gar nicht. Wer die Weisheit „Stricken, nicht denken“ berücksichtigt, wird schnell Erfolg haben….

Vor Kurzem bekam ich von einer lieben Freundin eine Menge Sockenwolle geschenkt. Sie wünschte sich im Gegegnzug von mir ein paar handgestrickte Socken. Ihr Wunsch: ein regenbogenfarbenes Garn, das ebenfalls unter den geschenkten Sachen war, sollte unbedingt mit von der Partie sein. Nur: die Wolle ist zwar zugegebenermaßen schön, aber für ein ganzes Paar einfach nicht ausreichend. Auf der Suche nach einer Inspiration habe ich ravelry durchforstet und bin in der Gruppe „Rest End“ auf den Stashbuster KAL gestoßen, also eine Aktion, wo man gemeinsam nach einer Anleitung ein Projekt strickt und sich darüber austauschen kann.

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Für die Stashbuster Spirals braucht man verschiedene Wollreste, also genau das Richtige für mich. Zusätzlich zu dem regenbogenfarbenen Garn habe ich mich für blau und wollweiß entschieden. Für diejenigen, die des Englischen nicht mächtig sind, aber trotzdem Lust auf die Socken haben: Strumpfbina hat eine deutsche Anleitung für Gum-Gum-Socks in ihrem Blog, die nach gemau demselben Prinzip gestrickt werden. Vor Kurzem hat sie auch ein Video zum Thema gedreht, das leider keine besonders gute Qualität hat, aber um die grundlegende Vorgehensweise zu vertehen, reicht es.

Das Besondere an diesem Muster ist, dass keine ganzen Reihen gestrickt werden, sondern der Wechsel immer nach ein, zwei Nadeln erfolgt. Einfach gesagt funktioniert das so: Zwei Nadeln Weiß stricken, dann den Faden hängen lassen und die nächsten beiden Nadeln in Regenbogen stricken. Dann wieder den Faden hängen lassen und die nächsten beiden Nadeln in Blau stricken. Am Ende der Nadel hängt jetzt der weiße Faden, Blau also  fallen lassen und weiterstricken bis zum nächsten herunterhängenden Faden. Dann wieder Wechseln. Dadurch entsteht ein Spiralmuster, in dem sich die Farben immer schön wechselweise um den Fuß winden. Wie schon gesagt, es klingt sehr viel schwerer als es ist. Hat man einmal den Dreh raus, macht es großen Spaß. Gestrickt werden kann mit zwei, drei oder mehr Garnen. Um die benötigte Menge Garn zu errechnen, einfach ein Paar Stinos auswiegen und das Gewicht durch die Anzahl der Garne teilen, die Ihr verwenden wollt. Strickt Ihr wie ich Bündchen, Ferse und Spitze in einer Farbe, müsst Ihr natürlich entsprechend mehr davon einplanen. Und schon kann es losgehen….

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Damit sich die Fäden der einzelnen Knäule beim Stricken nicht heillos ineinander verdrehen, lagere ich die Knäuel in einer Box, die ich beim Stricken immer mal wieder drehe, damit ich nicht ständig mit Entwirren beschäftigt bin. Das funktioniert erstaunlich gut und so war der erste Socken auch schnell fertig, beim zweiten komme ich auch schon bald zur Ferse. Ich finde, den Socken sieht man ihre Herkunft aus der Restekiste gar nicht an, oder was meint Ihr?

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Elfenhaft

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Ich hoffe, Ihr hattet ebenso schöne und entspannte Weihnachten wie ich. Obwohl… Davor wurde es kurz ein wenig hektisch, denn ich musste die Nadeln klappern lassen, um noch rechtzeitig zum Fest dieses Tuch fertig zu bekommen. Und in der Tat war es eine Punktlandung, denn am 23. Dezember Nachts habe ich mit der Hilfe meines Freunds direkt neben dem Christbaum diesen Haruni aufgespannt, den es als kostenlose Anleitung bei ravelry gibt.
Beim Stricken ist es mir gar nicht so aufgefallen, aber als das Tuch dann so fertig gespannt vor mir lag, stellte ich fest, dass es doch ein ziemliches Monster geworden ist.

 

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Gestrickt habe ich das Tuch aus insgesamt 1,5 Knäulen Regia Design Line Hand-dye Effect by Kaffe Fassett in Grüntönen. Verwendet habe ich Nadeln der Stärke 4, was für ein wirklich luftiges Ergebnis gesorgt hat. 145 Gramm bringt das Tuch auf die Waage, es ist also trotz der grazilen Anmutung ein ziemlicher Brummer. Mit der Wollauswahl zu dem Tuch bin ich sehr zufrieden, das Muster kommt schön heraus und auch das Streifenmuster fügt sich harmonisch ins Gesamtbild.DSCN4049

Das Design von Emily Ross gefällt mir ausgesprochen gut und ich kann mir vorstellen, es nochmals zu stricken. Gefühlt war der Haruni bisher mein schwierigstes Tuch, aber da die Anleitung gut geschrieben ist und sicher um alle stricktechnischen Klippen und Probleme leitetet, ist eigentlich nichts schief gegangen. Für diejenigen, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, findet sich auf der ravelry-Projektseite auch eine Anleitung auf Deutsch. Insgesamt ein Tuch mit hohem Spaßfaktor schon beim Stricken und sicherlich auch für die neue Besitzerin, die Mutter meines Freundes. Dass Haruni in Tolkins Elefensprache „Großmutter“ bedeutet, hab ich ihr jetzt einfach mal unterschlagen – nicht, dass sie auf falsche Gedanken kommt…

Swallowtail

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In letzter Zeit war wahnsinnig viel los. Das Jahr ist für mich sowieso schon so schnell vergangen, aber gerade in den letzten Wochen hatte ich das Gefühl, gar nicht mehr nachzukommen. Deswegen war es auch eine Zeit recht ruhig hier, aber jetzt kann ich Euch endlich mein neustes Modell vorstellen, einen Swallowtail.  Das Tuch wollte ich schon länger mal stricken, inzwischen ist aus einem Knäuel Sockenwolle von Wollmeise ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk geworden. Für wen kann ich natürlich noch nicht verraten, aber ich bin mir sicher, die beschenkte Person freut sich. Die Farben kommen auf dem ersten Bild leider nicht so gut heraus, auf dem nächsten ist besser zu erkennen, dass es sich um eine tolle Mischung verschiedener Lila-Töne von hell bis fast schwarz mit einem kleinen Schuss Blau handelt. Leider weiß ich nicht mehr genau, wie diese Färbung heißt, vielleicht kann da jemand weiterhelfen?

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Weil ich möglichst viel von dem Knäuel verbrauchen wollte, habe ich das Tuch vergrößert (außerdem sind schöne große Lace-Tücher ja nie ein fehler): Vom Maiglöckchenmuster habe ich drei anstatt zwei Wiederholungen gestrickt. Das war der einzige Bereich, der mir zumindest anfänglich nicht ganz leicht gefallen ist, weil sich beim Zusammenstricken der Noppen immer mal wieder einzelne Schlingen von der Nadel gemogelt haben. Aber nach kurzer Zeit ging auch das ziemlich flüssig, sodass das Tuch sich insgesamt wirklich zügig und ohne größere Schwierigkeiten stricken ließ. Außerdem habe ich die letzte Reihe des Spitzenmusters noch mehrfach wiederholt, so dass es insgesamt länger geworden ist und von der Relation auch wieder mit dem breiteren Maiglöckchenmuster harmoniert.

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Die verstrickte Dienstagsfrage #34

Auch diese Woche bin ich wieder dabei und beantworte die verstrickte Dienstagsfrage. Also los gehts:

Ist es Dir schon mal passiert, dass Du ein Teil fertig hattest und

dann beim besten Willen nicht wusstest, was Du als nächstes anschlagen
solltest? Das kann einem ja passieren, weil einem wirklich nichts
einfällt, oder auch, weil man zu viele Ideen in der „Warteschlange“ hat.
Wie bist Du dann vorgegangen, um Dein nächstes Projekt zu bestimmen?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

Liebe Kerstin, liebes Wollschaf,

http://daswollschaf.files.wordpress.com/2010/10/54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration.png?w=200&h=200

es kam schon vor, dass ich etwas fertig gestrickt habe und dann nicht genau wusste, was ich als nächstes machen sollte. Aber m

eistens haben sich solche Überlegungen dann ganz schnell wieder verflüchtigt. Entweder ich brauchte ein Geschenk für jemanden oder es lagen hübsche Knäule Wolle in meinem Stash, die ganz laut schrien: verstrick mich. Dann habe ich mir die Wolle geschnappt,

ein passendes Strickmodell gesucht und schon konnte es weiter gehen. Diese Vorgehensweise funktioniert bei mir tatsächlich ganz gut, einfach mal schauen was da ist und dann was passendes daraus machen…

Meistens begegnet mir aber schon während der Arbeit an einer Sache eine Anleitung von der ich denke, dass ich sie un-be-dingt als nächstes stricken muss. Eine gute Inspiration sind auch die monatlichen Stricktreffen wo ich viel, was ich bisher nur aus ravelry.com kannte, endlich einmal live und in Farbe anschauen kann.

Viele Grüße & eine gute Woche

Tee & Kekse

Unentschieden

Ich bin total begeistert und ziemlich angefressen, hingerissen und  sauer. Echt? Werdet Ihr Euch jetzt vielleicht Fragen. Ja, echt und auch noch alles gleichzeitig. Nach Monaten des Zählens, Strickens, Ribbelns, Fluchens, wieder Ribbelns und entnervt in die Ecke pfefferns ist er fertig, mein Sellin. Warum ich so viel geflucht und geribbelt habe kann ich im Nachhinein gar nicht mehr genau sagen. Eigentlich strickt er sich nämlich ganz leicht, aber ich hatte am Anfang ziemliche Probleme, mich da hineinzufinden, vielleicht auch weil es eine meiner ersten Tücher war. Nur Ausdauer braucht man bei diesem Projekt, denn fertig gestrickt ist das Tuch ein ziemliches Monster, allerdings eines mit einem wirklich schönen Farbverlauf.

Fertigstricken ist aber genau das Stichwort, dass mir die ganze Sache noch Nachträglich trotz toller Farben und angenehmen Tragekomfort einigermaßen vermiest. Aber der Reihe nach. Angefangen zu Stricken habe ich das Tuch im Mai während eines KALs von Monika Eckert auf Ravelry. Ich habe die Originalwolle von 100 Farbspiele gekauft, mit 400 Gramm kein ganz günstiges Vergnügen, und ich habe mit den, in der Anleitung empfohlenen Nadeln gestrickt. Trotzdem musste ich zu Beginn des letzten Clues feststellen: Die Wolle reicht mir nie und nimmer.

Ich erzeuge keine Strickstücke, die aussehen wie ein Brett, aber als übermäßig locker würde ich meinen Strickstil jetzt auch nicht bezeichnen. Trotzdem bleibt mir am Ende dieser nicht mal mehr 5 Gramm schwere Fadenrest und 20 Reihen Strickschrift, die an meinem Tuch ungestrickt bleiben, weil die Wolle zu Ende ist. Wirklich schade! Natürlich hätte ich Wolle nachbestellen können, aber das wollte ich dann ehrlich gesagt auch nicht mehr. Und so freue ich mich einerseits über das schöne Tuch, aber andererseits bleiben für mich auch Fragen offen. Ist Euch das auch schon passiert, dass Ihr ein Projekt komplett nach Anleitung gestrickt habt, und am Ende trotzdem noch so viel fehlt?

Die verstrickte Dienstagsfrage #30

Die Wolle für mein neues Oberteil: Elastico Big von Lana Grossa

Einen wunderschönen winterlichen gute Morgen wünsche ich Euch. Draußen liegt Schnee auf dem schönen bunten Hersbtlaub und es ist bitter kalt. Höchste Zeit, sich warme Gedanken zu machen, wie zum Beispiel zum Thema Wolle und Stricken. Denn das neugierige Wollschaf hat wieder zugeschlagen:

Man kann ja fürs Stricken eine Menge Geld ausgeben, sowohl für
Anleitungen als auch für Wolle und Zubehör. Meistens erzählen wir
begeistert von unseren Neuanschaffungen. Aber was ist mit den
Fehlkäufen? Kam es in den letzten Monaten bei Dir vor, dass Du vor
lauter Begeisterung (oder wegen vieler Empfehlungen) etwas gekauft hast,
womit Du dann unzufrieden warst? Was war es, und inwiefern war es für
Dich nicht zufriedenstellend?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

Liebe Kerstin, liebes Wollschaf,

ich kaufe Wolle, wenn ich ein konkretes Projekt vor Augen habe und Anleitungen, wenn ich sie auch wirklich gleich stricken möchte – Dank Ravelry ist das ja kein großes Problem. Aber selbst mit dieser Taktik bin ich vor Fehlkäufen nicht unbedingt gefeit.
Im Frühjahr wollte ich eine leichtes ärmelloses Longshirt für den Sommer stricken. Darüber habe ich in meiner Antwort zur ersten verstrickten Dienstagsfrage geschrieben, die ich überhaupt beantwortet habe. Gekauft habe ich auf Empfehlung im Handarbeitsladen damals ca 15 Knäuel Elastico Big von Lana Grossa. Das ist auch der Grund, warum ich hier nie wieder über das Projekt berichtet habe: Dieses Oberteil aus der Wolle gestrickt hat die Anmutung eines Sacks. Ein eindeutiger Fehlkauf also, gerade weil die Wolle ja für genau dieses Projekt hätte sein sollen. Daher liegen die Knäuel inzwischen fein säuberlich aufgeribbelt in meinem Wollvorrat. Wenn also von Euch schon mal jemand was mit dieser Wolle gemacht hat oder eine Idee hat, was daraus werden könnte – ich würde mich sehr über Tipps freuen….
Viele Grüße und eine schöne Woche

Tee & Kekse

Ab ins Körbchen

So langsam machen sich draußen die ersten herbstlichen Vorboten bemerkbar. Damit naht auch wieder die Jahreszeit der triefenden Nasen und gemeinen Erkältungen. Damit zumindest das Holen der Taschentücher Freude macht, habe ich ihnen einen neuen, wolligen Aufenthaltsort gestrickfilzt:

Verwendet habe ich dafür Dochtwolle von Traub. Boden und Rollrand sind in Naturweiß belassen, für die Seitenwände habe ich selbstgefärbtes Garn verwendet, das ich mit Osterereierfarben gefärbt habe. Die Mischung aus Blau. Grün und Weiß passt nicht nur wunderbar in mein Badezimmer, sie erinnert mich auch immer an Sommer, Meer und Irland.

An der noch ungefilzten Seitenwand lässt sich besonders schön zeigen, wie die Wolle mustert. Zugegebenermaßen hatte ich beim Filzen in der Waschmaschine schon ein mulmiges Gefühl. Würde die Farbe halten oder in die weißen Bereiche auslaufen?

Beim Ende des Waschgangs stand ich schon ungeduldig vor der Waschmaschine und stellte freudig fest: Die Farbe hat nichts von ihrer Stärke eingebüßt und ist noch da, wo sie sein sollte. Auch das Zopfmuster, das ich in der Mitte der beiden Längsseiten eingestrickt habe, lässt sich schön erkennen.

Die Anregung für die Konstruktion der Box habe ich mir bei Frollein Rosenreslis Beuteldosenschachtelkorb geholt, die es kostenlos auf ravelry.com gibt:

Zuerst habe ich den Boden flach in der gwünschten Größe gestrickt und dann an den anderen drei Seiten Maschen aufgenommen. Ich habe für die schmale Seite 20 Maschen angeschlagen. Die Länge lässt sich beliebig variieren, für das seitliches Streifenmuster muss die Zahl der Maschen jedoch durch zwei teilbar sein. Also: abwechselnd 2 rechts/ 2 links stricken und mit 2 rechten Maschen enden. Bei 20 Maschen Breite habe ich das Muster wie folgt gestrickt: 5 rechts/ 2 links / 6 Maschen rechts (alle 6 Reihen zopfen)/ 2 links/ 5 rechts. Danach im Anschluss wieder das Streifenmuster stricken und auch hier mit 2 rechten Maschen beginnen und enden. Ist die gewünschte Höhe erreicht, über drei Reihen durchgehend rechte Maschen stricken. Das ergibt den Rollrand.