Die verstrickte Dienstagsfrage #85

Keine Angst, ich habe sie nicht vergessen, die verstrickte Dienstagsfrage des neugierigen Wollschafs, ganz im Gegenteil. Das neue Jahr hat mir einen neuen Job mit ganz anderen Arbeitszeiten als bisher beschert, also wird sich der Blog wohl diesen neuen Gegebenheiten anpassen müssen…

Habt ihr Neujahres-Rituale? Im Allgemeinen? Und bezogen auf Euer wolliges Hobby? Aufräum-Entrümpelungsaktionen, erstellt Ihr Listen, welche Projekte es im kommenden Jahr sein sollen? Oder lasst ihr das spontan kommen, weil man eh schon so viel verplant in seinem Alltag?

Vielen Dank an Daniela für die heutige Frage!

Liebe Daniela,

nein, Neujahrsrituale im Allgemeinen oder Besonderen habe ich keine. Entrümpelungsaktionen werden durchgeführt, wenn sie Nötig erscheinen und Listen mit Projekten, die ich stricken oder häkeln möchte, würden mich nur maßlos deprimieren – zumal jetzt, wo es sowieso so viele Änderungen gibt, die Zeit, Kraft und Engagement benötigen. Ich freue mich über alles was gelingt und bin über den Rest nicht traurig, schließlich ist es ja mein Hobby – und das soll vor allem eines: Spaß machen!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Woche & viel entspannte Strickzeit,

Tee & Kekse

Die verstrickte Dienstagsfrage #27

Resteverwertung ist ein spannendes Thema, da ist Kreativität gefragt, egal ob es sich um Lebensmittel oder Wolle handelt. Und genau mit dieser Frage hat sich heute auch das neugierige Wollschaf beschäftigt:

Ich lese immer wieder von Restedecken, Monstersocken und ähnlichem.
Manche Strickerinnen schaffen es anscheinend, auch den letzten Meter
Garn noch irgendwie sinnvoll zu verwerten.
Wie weit gehst Du da? Welche Mengen verarbeitest Du noch zu irgendetwas?
Ab wann (wieviel Gramm, wieviel Meter) ist ein Rest für Dich nicht mehr
verwendbar, und Du wirfst ihn ohne Reue weg?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage

Liebe Kerstin, liebes Wollschaf,

vielen Dank für die tolle Frage. Ehrlich gesagt, ich habe noch nie in Gramm oder Metern nachgemessen, wenn ich einen Rest Wolle in die Restetüte getan habe. Es ist mehr ein Gefühl: Wenn ich einen Rest anschaue und mir denke, dass es noch für irgendwas reichen könnte, kommt dieser Rest in die Restetüte. Wahrscheinlich werde ich nicht alle der gesammelten Reste auch irgendwann selbst benötigen, aber das macht auch nichts. Vielleicht kann der Kindergarten um die Ecke ja etwas damit anfangen oder die Kinder von Freunden?
Gar nicht über eine weitere Verwertung nachdenken tue ich bei Resten, die zum Beispiel beim Versäubern von Strickstücken anfallen und die sichtbar schon so kurz sind, dass sich für mich ein Aufheben nicht lohnt. Andererseits habe ich auch da schon eine Ausnahme gemacht und aus einem solchen Stück Maschenmarkierer improvisiert, in dem ich kurzerhand Schlaufen geknotet und diese an der passenden Stelle in ein anderes Strickstück gesteckt habe.
Im Moment sind meine Reste noch recht übersichtlich. Was sich daraus alles zaubern lässt, zeigt sich aber beispielsweise, wenn man die Projekte der Gruppe „Rest End“ auf Ravelry durchsieht. Hier gibt es schöne Ideen und Mitstrickgelegenheiten und die Ergebnisse haben teils tolle, überraschende Farbkombinationen, die man mit einen Knäuel Wolle nie erreichen könnte…

Viele Grüße & eine schöne Woche wünschen
Tee & Kekse

Bildnachweis: iandoh via flickr