Die verstrickte Dienstagsfrage #95

Lange war es ruhig auf Tee & Kekse, das soll sich jetzt aber endlich wieder ändern – das heißt, so es der aktuell anstehende Umzug und mein herzallerliebster Telefonanbieter mit den Blubberblasen es zulassen. Es scheint allerdings irgendwie ein größeres Problem zu sein, an der alten Adresse den Anschluss zu deaktivieren und an der neuen Adresse freizuschalten. Klar, da hat man sicher auch keine Übung darin, kommt bestimmt auch nicht häufig vor, dass jemand umzieht. Sonst hätte man mir sicher auch mitteilen können, wann die Ab- und Freischalttermine denn nun seien…

Atemberaubend gut fand ich auch den „Kundenservice“. Der Hinweis darauf, dass das Internet dringend etwa fürs Arbeiten gebraucht wird und deshalb ein zeitnaher Freischalt-Termin eine durchaus formidable Sache sein könnte, wurde von der Dame am anderen Ende mit einem ebenso herzlichen wie verständnisvollen: „Das spielt keine Rolle“ beantwortet. Ihr merkt schon: sollte es in nächster Zeit wieder recht ruhig sein, liegt das wahrscheinlich nicht daran, dass es einfach keine Rolle spielt, ob man als Kunde die Dienstleistung in Anspruch nehmen kann, solange man nur dafür zahlt – und natürlich noch 50 Euro zusätzlich dafür, dass man für unbestimmte Zeit von den Versuchungen der großen weiten Online-Welt verschont wird.

Solange ich aber noch den Draht ins Netz habe, kommt hier die aktuelle verstrickte Dienstagsfrage für Euch.

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Zwei Wochen war das Wollschaf krank – jetzt fragt es wieder, Gott sei Dank :-=)

Heute ist Herbstanfang, die Tage werden kürzer und kälter und wer nicht sowieso schon ganzjährig die Nadeln schwingt, bekommt jetzt richtig Lust auf’s Stricken.
Was sind Deine Herbst-Strickpläne, welche Projekte stehen in den nächsten Wochen und Monaten auf Deiner todo-Liste?
Oder lässt Du Dich einfach treiben und strickst, was Dir gerade über den Weg läuft?

Liebes Wollschaf,

zuerst einmal: schön, dass Du wieder auf den vier Beinen bist, ich habe Dich und Deine unterhaltsamen und spannenden Fragen schon vermisst.

Das Herbstanfang ist, ist mir leider nicht entgangen, die Temperaturen sind schneller abwärts gesaust als ich in der Wasserrutsche bei einem der seltenen Freibadbesuche während dieses zweifelhaften Teilzeitsommers. Die Lust zum Stricken ist allerdings ungebrochen und so habe ich erst vergangene Woch ein Paar Socken angeschlagen, bei denen ich zum ersten Mal eine nachträglich eingestrickte Ferse ausprobieren möchte. Warum das? Ganz einfach! Die Sockenwolle ist gemustert und ergibt mit 64 Maschen ein perfekt gleichmäßiges Ringelmuster. Das wollte ich nicht durch das Stricken einer Ferse unterbrechen. Statt dessen habe ich entschieden, Ferse und Zehenabnahmen in einer anderen Farbe zu arbeiten. Fotos gibt es demnächst. Ich bin schon gespannt, wie hinterher die Passform sein wird, aber dazu ein ander Mal….

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

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Die verstrickte Dienstagsfrage #56

Und wieder ist es Dienstag. Irgendwie ging das dank des Feiertags wieder ziemlich schnell… Dann starten wir mal wieder zur verstrickten Dienstagsfrage des neugierigen Wollschafs:

Hast du ein „Geheimrezept“ für deine Socken – falls du Socken strickst ? Und wenn ja wie lautet es ? Es gibt ja viele Anleitungen für Socken und mindestens genauso viele verschiedene Füße, breite, schmale, hoher Spann, dicke Waden usw. Mich würde interessieren wie du den verschiedenen Anforderungen gerecht wirst!

Vielen Dank an Bianca für die heutige Frage!

Liebe Bianca, liebes Wollschaf,

vielen Dank für die interessante Frage. Ein Geheimrezept habe ich für Socken eigentlich nicht, aber vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich Socken  nicht gerade in großen Massen und für die verschiedensten Füße produziere. Der einzige Knackpunkt der mir einfällt, ist die Ferse. Die muss passen, sonst ist der ganze Socken nix. Ich stricke am liebsten die ganz normale, von Mama gelernte Standartferse oder die Herzchenferse, die haben bisher allen gepasst, die ich bestrickt habe.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

Der Dreh mit der Socke

Mein gestricktes Erfolgserlebnis: Das Paar selbstgestrickte Socken – das zweite ist schon auf der Nadel.

Über das Sockenstricken habe ich schon die furchtbarsten Geschichten gehört, besonders über die furcht-bar-schreck-lich zu strickende Ferse. Strickdinger, eine Art Strickliesel für Socken und eine Flut Literatur über Socken mit dieser, jener oder am besten gar keiner Ferse stimmten mich nicht gerade zuversichtlicher. Eine liebe Freundin erzählte mir sogar, dass sie immer die angefangenen Stricksocken ihrer Großmutter bekäme, um Ferse und Spitze zu stricken. Keine besonders guten Aussichten fand ich – und hielt mich vom Sockenstricken erst einmal weit entfernt, denn schließlich gehört zum Sockenstricken ja nicht nur die mysteriöse Ferse, sondern auch ein Nadelspiel, von dem ich der festen Überzeugung war, dass fünf Nadeln genau drei zu viel wären.

Letzte Woche fiel mir dann das Buch „Von Null auf Socke“ aus dem Topp-Verlag in die Finger. Zusammen mit einer Anleitungs-DVD machte es mir aufs Erste einen ziemlich guten Eindruck und motivierte mich, es vielleicht doch noch mal mit den Socken zu versuchen. In meinem Wollvorrat wartete noch ein Knäuel Zwerger Opal „Antarktis“ auf seine Verwendung, was ich in Anbetracht der Temperaturen der vergangenen Tage ganz passend fand. Bewaffnet mit 2,5 er Nadeln und dem Anleitungsbuch habe ich einen Versuch gestartet, noch immer der festen Überzeugung, dass ich spätestens an der Ferse völlig ins Trudeln kommen würde.

Die schönen strahlenden Farben und die angenehme Verarbeitung der Opal-Garne hat es mir schon bei anderen Gelegenheiten angetan.

Der Start wurde mir durch das Buch sehr vereinfacht, denn Tabellen geben eine gute Übersicht darüber, wie viele Maschen jeweils mit 4- oder 6-fädigem Sockengarn angeschlagen werden müssen. Auch für die beiden Fersenarten Käppchen-und Bumerangferse sowie Band- und Sternkäppchen  gibt es solche hilfreichen Tabellen.

Dem Bündchen sieht man deutlich an, dass es einige Runden dauerte, bis ich den Dreh mit dem Nadelspiel raushatte, aber nachdem alle Nadeln schließlich machten, was ich wollte, war es kein Hexenwerk mehr – auch oder gerade die Ferse nicht. Zugegebenermaßen habe ich die DVD kaum verwendet, sondern den absolut großartigen sechsteiligen Sockenstrickkurs von www.nadelspiel.com, der auf youtube zu finden ist. Hier geht es zum ersten Teil. Ich benutze die Video-Anleitungen von Elizzza schon seit Längerem und komme sehr gut damit zurecht, egal ob es um Häkel- oder Strickprojekte geht. Drei der sechs Teile widmet die Dame mit dem charmanten österreichischen Akzent allein der Ferse. Schritt für Schritt habe ich mitgestrickt und dabei auf den schwierigen Teil gewartet. Was soll ich sagen? Er kam nicht.

Die Käppchenferse

Nachdem ich die Ferse ganz ohne Probleme zu Ende gebracht hatte, wollte ich es wissen: Einige Zeit später hatte ich mit Hilfe von Strickbuch und Videoanleitung auch die Bandspitze gestrickt und meinen Freund mit einem perfekt passenden Paar Socken in wunderschönen Blautönen beschenkt. Die Kombination aus Buch und Videos hat für mich perfekt funktioniert. Wer das Paar bekommt, dass es sich jetzt auf meinen Nadeln gempütlich gemacht hat, weiß ich auch schon….

Der krönende Abschluss: Die Bandspitze

Turning round with socks

Truly terrible tales I heard about the knitting of socks, especially the heel seems to be a scare-me-away problem. There are even “Strickdinger”, a kind of oversized knitting Nancy designed for making socks as well a massive amount of books on socks advising a special type of heel each or even no heel at all. That didn’t make me feel easy about knitting socks, a friend of mine added this story: Her grandma would give her any sock she is knitting just to let her do the heel and the tip. I thought  that to be a bad sign and kept away from knitting socks. Another difficult point was the use of a set of double pointed knitting needles; in Germany, five needles are common, and I’ve been sure that with a set of five there are three needless needles (sorry for this one).
Last week I came across the book  „Von Null auf Socke“  (“from zero to sock”) published by Topp. There was a DVD with instructional movies and my first impression was good enough to give socks a try. In my stash of wool there was a skein of “Zwerger Opal Antarktis’”, looking at the quickly rising outside temperatures for sure the yarn of choice. I got myself a set of 2.5 mm needles, took the instruction and went to work on my first experiment in sock knitting – still absolutely convinced never to get over the heel.
Getting off is really simplified by the size tables given in the book, the give a nice overview on the number of stitches necessary for different foot sizes. There are tables for 4-thread-yarns as well as 6-thread-yarns. More tables are given for two types of heel making, the turned (flapped) heel, the Boomerang heel, and another set of tables for making the toe section. To knit the turned sock heel, a flat flap is knitted that is half the stitches of the leg section wide; this is divided into three parts and knitting continues while decreasing on the edges. Next, the gauge is formed by picking up stitches on the flat edges and continuously decreasing until the original number of stitches is reached. I’m not sure about the naming of the heels, probably someone can identify the heel by this short description and give me a comment.
Well, the cuff ribbing it shows that I needed some rounds to get used to working with five needles. After some time the needles started to behave the way they are supposed to, and the round knitting went from witchcraft to normality. Even the heel ended up to manageable with the instructions. I have to admit that I rarely used the DVD instruction but instead I used the absolutely brilliant course on sock knitting in six lessons, which I found on www.nadelspiel.com, you can find it on youtube. Here is the link to the  first part. I’m using the video instruction from Elizzza for some time by now, for me they are very useful for knitting and crocheting just the same. Three parts of the socks course by the women with the charming Austrian accent are committed to the heel alone. Step-by-step I knitted along, waiting for the difficult part – but there was not difficult part in the end.
When I finished the heel without any problem occurring I got courageous: With assistance from the knitting book and a video instruction I finished the socks with a line tip. I gave this pair of perfectly fitted socks in beautiful shades of blues as a gift to my boyfriend. The combination of book plus videos worked for me flawlessly. The next pair of socks is already on the needles, and I know someone who will be the happy owner in a not too distant future.