Noch ein Schalkragen

Nachdem mir der erste Schalkragen schon so viel Spaß gemacht hat, habe ich gleich noch einen gehäkelt und zu Weihnachten verschenkt. Inspiriert hat mich das Garn „Olympia“ von Lana Grossa. Die Farben sind einfach großartig, ich hoffe, dass das auf den Fotos zumindest ein wenig rauskommt. Auch die Haptik ist sehr angenehm und die ganz unterschiedliche Dicke des Garns stört kein bisschen beim Verarbeiten. Auf der Firmenhomepage bietet Lana Grossa noch mehr Strick- und Häkelanleitungen für „Olympia“ sowie eine Übersicht über die erhältlichen Farben an.

Die Anleitung, nach der ich den Schalkragen gearbeitet habe, gibt es hier, ich habe für das Projekt eine Häkelnadel der Stärke 10 verwendet. Zu Beginn  war es gar nicht so einfach für mich, mit der amerikanischen Häkelschrift klarzukommen, schließlich ist es schon auf Deutsch teilweise verwirrend genugt. Sehr geholfen hat mit die Seite von Granny’s Garret mit einer Wörterliste der wichtigsten englischen Begriffe und ihrer Übersetzung.

Last-Minute Geschenke

Was, nur noch eine Woche bis Weihnachten?! Diese Erkenntnis durchzuckte mich am Wochenende wie ein Blitz… Weihnachtsgeschenke? Ein kurzer Überschlag im Kopf machte mir deutlich: viel ist da bisher nicht gebunkert….

Ein kurzer Blick in meine Wollvorräte war dann zum Glück sehr inspirierend. Aus zwei Knäuel dicker Dochtwolle von Traub, die ich schon vor einer Weile mit Ostereierfarben selbst gefärbt habe sowie einer 9er Häkelnadel, ist einer dieser Schalkragen geworden, die gerade so in sind. Aber gleich an dieser Stelle sei gewarnt: Das Färben mit Ostereierfarbe hat absolutes Suchtpotential. Es geht schnell, einfach und lässt sich in der heimischen Küche ohne große Sauerei bewerkstelligen. Ich werde mich bei Gelegenheit in einem eigenen Eintrag mit diesem Thema befassen, für die, die gleich mehr wissen wollen, gibt es hier eine wirklich gelungene Videoanleitung von chantimanou bei youtube (Teil 1 und Teil 2). Als erste Orienterung bezüglich der Länge, der Nadelstärke etc. habe ich den Schalkragen von The Crimson Owl verwendet, beim Häkeln habe ich dann aber mein eigenes Muster verwendet. (Bei Interesse einfach einen Kommentar schreiben, dann gibt es eine genauere Anleitung). Jetzt aber genug geschriben, hier ist das gute Stück….

(Fast) ganz in rot kommt mein zweites Weihnachtsgeschenk daher, das ich letztes Wochenende gemacht habe. Da es um meine Strickkenntnisse nicht zum Besten bestellt ist, dachte ich mir: Nur Übung macht den Meister. Ausgerüstet mit Strickfilzgarn von Zettl und einer 8er Nadel ist eine kleine Tasche entstanden, in der weder Stifte noch Kosmetikartikel „kalte Füße“ bekommen. Die Tasche ist in 3 Teilen gearbeit, zwei Seitenteile mit 15×16 Maschen und ein großes Mittelstück mit 30 Maschen Breite. Wie hoch ich gestrickt habe, weiß ich leider nicht mehr, es war ungefähr die doppelte Länge x Höhe des Seitenstücks plus einige Reihen für die Klappe. Die drei Teile habe ich zusammengeteckt, mit einem einfachen Überwendlingsstich vernäht und die Kanten umhäkelt. Danach hatte ich ein riesiges, lappriges Monster, das sich nur fotogrfieren ließ, nachdem ich große Mengen Zeitung darin versenkt habe. Meine einzige Hoffnung auf Rettung war die Waschmaschine und so habe ich es bei 60 °C mit einigen Handtüchern und Waschbällen (Tennisbälle gehen wohl genauso, ich hatte einfach keine) gewaschen. Kaum zu glauben, dass aus dem hässlichen Entlein doch noch so ein schönes Stück geworden ist. Die tollen Knöpfe sind übrigens von Rauch und Farbe.

Piratenschatz & Ravelry

„Duuuu…. Du könntest mir doch eine Handytasche für mein neues Handy machen?“ Leute, die über Handarbeitsfähigkeiten verfügen, denen kommt ein solcher Satz sicher nicht ganz unbekannt vor. So ging es auch mir, als mein Freund mit seinem nagelneuen Streichephone aka Smartphone zu mir kam. Gesagt getan, ich habe tief in die Kiste meiner Wollreste gelangt und neben schwarzer Ökowolle noch einen letzten Rest dunkelrote Sockenwolle gefunden. Das weiße Häkelgarn musste ich mir borgen, ein Totenkopf aus grünem Glitzergarn wäre dann doch etwas zu viel des Guten gewesen. Obwohl…. Darüber muss ich vielleicht nochmal nachdenken. Das „Gesicht“ des Schädels habe ich mit schwarzen Nähgarn auf den fertigen Totenkopf gestickt.
Rausgekommen ist dieses gute Stück, bei dem eine Verwechslungsgefahr so gut wie ausgeschlossen ist:

 

Das Motiv für den Totenkopf habe ich bei Ravelry gefunden. Das soziale Netzwerk für Häkel- und Strickbegeisterte hat es mir total angetan. Hier kann man sich nicht nur zu den verschiedensten Themen rund um Wolle austauschen und mit Hilfe von verschiedenen, gut durchdachten Toosl seine Wollvorräte und Nadeln katalogisieren, sondern es gibt auch Tonnen von Häkel- und Strickanleitungen, die für mehrere Leben reichen.