Hex Hex, Projekt Hexagondecke

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Die Stapel an Sechsecken müssen bald in eine größere Kiste umziehen. Foto: Stefan Minack

Aktuell wird hier wenig getangled, aber umso mehr gehäkelt. Gehäkelt? Wer mich und meine Handarbeitsvorlieben kennt, wird sich jetzt ein wenig wundern, denn Häkeln steht da in der Liste nicht gerade weit oben. Das dauert mir alles zu lange. Und frisst unglaublich viel Wolle. Bis zu drei Mal so viel wie Stricken. Und dann auch noch gleich eine ganze Decke? Was ist da los?

Eine berechtigte Frage. Alles begann mit einer anderen Frage „Du Judith, du kannst doch Häkeln…“ Long story short: ich habe nicht geistesgegenwärtig genug laut „Neeeein!“ geschrien. So kommt es jetzt also, dass ich nicht nur mitgefangen, sondern auch mitgehangen bin beim Projekt Hexagondecke zum 6. Geburtstag des örtlichen Hacker- und Makerspaces, der Binary Kitchen e.V.

Der tatsächlich 6. Geburtstag wurde vergangenes Wochenende gefeiert, das erklärte Ziel ist, dass die Decke tatsächlich bis zum 7. Geburtstag fertig ist. Mitmachen kann jede*r der möchte. So gab es auch bei der Geburtstagsparty eine Chill & Häkel Area, wo Nadeln und Garn bereitlagen und jede*r sein Sechseck häkeln konnte. Ich fand es toll zu sehen, wie viele, die seit der Grundschule keine Häkelnadel mehr in der Hand hatten, sich trotzdem durchgekämpft haben, um am Ende ein gehäkeltes Hexagon für die Decke in der Hand zu haben.

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Inzwischen 148 Hexagons in bunten Farben warten darauf, vernäht und zusammengenäht oder gehäkelt zu werden. Foto: Stefan Minack

Ein Handarbeitsprojekt mit vielen Händen

Wie organisiert man es, dass beliebig viele Menschen an einem Handarbeitsprojekt arbeiten können, und am Ende etwas sinnvolles dabei rauskommt? Ok, letzteres muss sich erst noch zeigen, aber ich denke, die Chancen dafür stehen gut.

  • Anleitung: Es gibt einen Wiki-Eintrag im Wiki der Binary Kitchen, in dem sich alle Interessierten über die Anleitung und das Material informieren können.
  • Muster: Da nicht jede*r gleich häkelt, habe ich einen ganzen Stapel Sechsecke gehäkelt, die als Muster dienen und mitgenommen werden dürfen. So soll sichergestellt werden, dass am Ende alle Stücke zumindest annähernd die gleiche Größe haben.
  • Mitstreiter*innen: Es war in diesem Fall kein Problem, ausreichend Support zu finden, aber das Bereitlegen von Material und die Bereitschaft, auch etwas zu zeigen, hilft natürlich enorm, so ein Projekt voranzubringen.

Aus vielen mach eins – Zusammennähen oder Häkeln?

Eine Frage, die ich mir jetzt schon stelle, lautet: wie soll das Ganze eigentlich am Ende zusammengefügt werden? Ich habe mal ein wenig Recherchen betrieben und festgestellt: es gibt eine Menge Möglichkeiten, die Sechsecke zu einer Hexagondecke zu verbinden. Aber welche ist die richtige für uns? Schauen wir uns doch einfach mal an, was ich so gefunden habe:

  • Zusammennähen: Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Arten, wie man Grannysquares zusammennähen kann. 5 davon findet ihr in diesem Viedeo: https://www.youtube.com/watch?v=F31ActsLT9Q
  • Fertige Hexagons direkt aneinanderhäkeln: Natürlich lassen sich gehäkelte Stücke auch einfach zusammenhäkeln. Logisch. Unter anderem kann man das machen, in dem man die einzelnen Stücke fest miteinander verbindet, wie in diesem Video zu sehen ist:
    https://www.youtube.com/watch?v=L1ufGcBHdBo7
  • Fertige Hexagons locker zusammenhäkeln: Genauso, wie man Hexagons direkt aneinanderhäkeln kann, kann man das auch locker mit Luftmaschen dazwischen tun. Das gibt der ganzen Decke eine leichtere, verspieltere Optik, die nicht so massiv daherkommt: https://www.youtube.com/watch?v=Y-rgdca2Wco
  • Hexagons während des Häkelns verbinden: Man kann Hexagons auch direkt während des Herstellungsprozesses miteinander verbinden, was viel Arbeit beim Vernähen erstpart, aber vermutlich ziemlich schnell dafür sorgt, dass man ein sehr unhandliches Projekt hat: https://www.youtube.com/watch?v=EkSpiuQQy54

Aber was ist jetzt das Beste für unser Projekt? Meine Überlegungen bisher: Wenn ich Dinge zusammennähe, dann dauert das noch länger als Häkeln und wird dabei nicht besonders schön. Es reicht schon, dass die ganzen Sechsecke nochmals angefasst werden müssen, weil oft der Anfangsfaden nicht mit verhäkelt wurde. Will ich das also? Nein!

Nachdem die Sechsecke dann doch nicht alle gleich groß sind und hier und dort vielleicht auch eine Masche fehlt oder zuviel ist, geht meine Überlegung gerade da hin, sie mit der dritten gezeigten Methode einfach locker zusammenzuhäkeln. Ich denke, dadurch lassen sich am ehesten Größen- und sonstige Unterschiede ausgleichen.

Soweit meine Überlegung, aber hier würde ich mich wirklich über eure Anregungen freuen:

Habt ihr schon einmal Granny Squares verbunden und könnt mir da Tipps geben?

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#Twitknit: Coole Strickvideos

YouTube Videos Stricken
Stricken undd YouTube Videos – darum geht es in meiner ersten Folge #Twitknit. Foto: pexels.com

Weil es sowieso regelmäßig vorkommt, dass ich nach irgendwelchen Tipps zum Thema Stricken oder Häkeln gefragt werde, dachte ich, ich könnte es doch einmal andersherum machen. Also habe ich meine Follower auf Twitter gefragt, welche Fragen sie gerade haben, die ich hier auf Tee & Kekse beantworten soll.

Deshalb starten wir heute mit der neuen Serie #Twitknit – Twitter stellt Fragen und ich antworte. Den Anfang macht @blubberfrosch

Warum findet man so wenige Strickschrift und so viele sterbenslangweilige Videos, wenn man ein Strickmuster sucht?

Das sind eigentlich gleich zwei Fragen und dann auch noch ziemlich schwierige. Versuchen wir es trotzdem mal: wer schon mal versucht hat, eine Strickschrift selbst zu schreiben, weiß: es ist eine riesen Arbeit. Noch dazu kommt nicht jeder mit Strickschriften zurecht. Ich bin ein großer Fan davon und halte das für die übersichtlichste und am schnellsten zu erfassenste Art, so etwas niederzuschreiben, aber viele Menschen müssen das eben gezeigt bekommen.

Ich nehme an, daher wirst du Strickschriften eher in (Kauf)Anleitungen oder Büchern finden, als irgendwo auf YouToube.

Wo wir gerade von YouTube reden: natürlich ist es absolut subjektiv und eine reine Geschmackssache, welche Videos man „sterbenslangweilig“ findet, aber ich habe dir hier mal eine kleine Auswahl zusammengestellt, die ich entweder wegen der Personen oder der Projekte cool finde. Vielleicht ist da das ein oder andere für dich dabei:

Das ist natürlich eine völlig unvollständige Liste, der ich gerne noch viele tolle und inspirierende Kanäle hinzufügen würde. Deshalb seid ihr gefragt:

Was sind eure liebsten YouTube Kanäle in Sachen Handarbeiten?

Tanglen: Kreativ mit Stift und Papier

Es war sehr lange ruhig hier, einerseits, weil ich viel gearbeitet habe und nicht so viel zum Stricken gekommen bin, wie ich gerne wollte. Dazu kommt, dass ich ein weiteres Hobby für mich entdeckt habe, das nichts mit Wolle und Handarbeiten, sondern mit Zeichnen zu tun hat. Lange dachte ich, dass das nichts für diesen Blog sei, aber warum eigentlich nicht? Ich werde eine extra Kategorie dafür einfügen, damit ihr die Wahl habt ob ihr da auch mal reinschauen wollt, oder ob ihr euch an die wolligen Themen halten wollt.

In heutigen Blogeintrag möchte ich das Tanglen vorstellen, eine bestimmte Art zu zeichnen, die ich für mich entdeckt habe und die mir sehr beim Entspannen hilft.

Nach einer Anleitung dazu wurde ich mehrfach auf Twitter gefragt. Also Steffi, der ist für dich. Danke, dass du so hartnäckig warst. ❤

Die von mir genutzte Technik lehnt sich an die Technik Zentangle an. Zentangle ist eine geschützte Marke und darf auch nur von zertifizierten Zentangle Lehrern (CZT) unterrichtet werden. Wollt ihr diese Technik lernen, sucht euch bitte einen Kurs bei einem/ einer CZT. Ich habe mir lediglich Elemente daraus entlehnt und zeige hier, wie ich sie ganz persönlich umsetze.

Also, los geht’s:

Das Material

Material Tangle

Ich nutze für meine Zeichnungen entweder ein Notizbuch, Postkarten oder diese Kärtchen, die aus einem Artist’s Tile Set stammen. Zum Zeichnen nutze ich sehr gerne die Micron Liner von Sakura, in 0,05, 0,1 und 0,5. Daneben seht ihr noch die Liner von Staedler in 0,05 und 0,1. Die sind hier deutlich einfacher zu bekommen. Zusätzlich braucht ihr einen Bleistift in 2B und einen Papierwischer.

Ihr habt nur einen Notizblock, einen schwarzen Fineliner und einen Bleistift? Das reicht, fangt einfach an. Wenn es euch gefällt, könnt ihr immer noch Material besorgen.

Der Anfang

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Bevor ihr jetzt total begeistert auf Pinterest oder Google die vielen tollen Tangles seht und denkt: „das bekomme ich nie hin und überhaupt, ich kann gar nicht zeichnen!“ Keine Panik! Das hier ist mein erstes Tangle. Und das bekommt ihr auch hin. Locker, würde ich meinen.

Was man hier schon deutlich seht: ein Tangle besteht immer aus unterschiedlichen Feldern. Deshalb nehmen wir jetzt das Kärtchen und einen Bleistift und malen locker aus dem Handgelenk Linien, Wellen oder Kringel darauf. Wenn ihr das auf einem N

otizblock machen wollt: das Kärtchen ist 10 x 10 cm groß.

Tanglekärtchen mit Bleistiftlinien

Die Muster

So sieht mein Kärtchen aus. Den Bleistift könnt ihr jetzt zur Seite legen, den brauchen wir erst später wieder. Aber wie wollen wir die Felder jetzt eigentlich füllen? Nehmen wir doch einfach die Muster, die auch ich für mein erstes Tangle benutzt habe. Wenn ihr Inspiration und Muster sucht, eine Suche nach Tangle Patterns ist da sehr ergiebig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass drei bis vier Muster pro Teil völlig ausreichen, sonst wirkt es schnell überladen.

Bevor wir jetzt mit dem ersten Tangle starten, üben wir mal kurz die drei Muster auf einem Stück Schmierpapier.

Muster 1: Kugeln

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Dieses Muster habt ihr vielleicht selbst schon mal vor euch hingekritzelt. Kleine und große Blubberblasen. Variiert einfach die Größe, lasst Raum zwischen den Blasen oder ballt sie eng zusammen. Das ist ein tolles Muster zum Füllen von Flächen und ich benutze es selbst sehr gern.

Muster 2

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Das zweite Muster, das wir benutzen, beginnt mit Halbkreisen.

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Um die Halbkreise wird jeweils ein weiterer Halbkreis gezogen. Die Innenfläche wird mit geschlossenen Formen gefüllt, die nach Innen immer kleiner werden.

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Die Halbkreise können jetzt schwarz gefüllt werden. Oder mit weiteren Mustern, oder, oder, oder… Möglichkeiten gibt es da total viele, das macht das Tanglen so abwechslungsreich.

Muster 3

Muster Nummer Drei ist einfach nur ein Zickzack-Muster. Ihr fangt damit einfach in der Mitte des Felds an, das ihr Füllen wollt, füllt danach erst die obere dann die untere Hälfte mit dem Muster.

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Jetzt geht’s aber wirklich los

Nachdem ihr jetzt die Muster ein bisschen geübt habt, geht es jetzt wirklich los. Nehmt das vorbereitete Kärtchen zur Hand und füllt die einzelnen Felder mit den drei Mustern, die wir uns gerade angeschaut haben.

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Ich habe mit Muster 2 begonnen und eine Variante davon gewählt: Ich habe nicht den ganzen Halbkreis schwarz gefüllt, sondern habe einen abgesetzen Halbkreis mit kleinen Blasen gemalt, wie wir sie auch für Muster 1 benutzt haben. Außerdem seht ihr, dass ich die Linien, mit denen ich die Mitte gefüllt habe, nicht an allen Stellen durchgezogen habe, was einen interessanten Effekt ergibt.

Außerdem seht ihr, dass ich offenbar etwas Farbe an die Hand bekommen habe und damit das Papier bekleckst habe. Egal, das bleibt so. Fehler gibt es nämlich beim Tanglen nicht. Deshalb war bei der Materialauswahl vorhin auch kein Radiergummi. Es wird einfach gezeichnet und wenn mal was daneben geht, dann ist das eben einfach so. Das ist mir am Anfang sehr schwer gefallen, jetzt bin ich sicher, dass ich im Verlauf des Zeichenprozesses schon Möglichkeiten finden werden, die Flecken in die Zeichnung einzubinden.

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Und weiter geht es. Die Bleistiftlinien geben euch Orientierung, aber nichts ist in Stein gemeiselt. Es kann sogar ganz charmant aussehen, wenn die Bläschen auch mal ins Nachbarfeld blubbern.

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Ob ihr die Felder ganz mit Mustern füllt oder nur lockere Grüppchen bildet, bleibt ganz euch überlassen. Ich finde, das kommt auf das Muster an, aber auch, wie luftig oder kompakt ihr eine Zeichnung gestalten wollt.

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Die ursprünglichen Bleistiftlinien sahen nur noch drei große Felder vor. Ich hatte aber das Gefühl, dass ich in der oberen rechten Ecke gern noch etwas Muster hätte, also habe ich noch eine zusätzliche Linie eingezogen.

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So, fast alle Felder sind gefüllt, bis auf eines in der oberen rechten Hälfte. Mir wäre das zuviel Muster in der einen Ecke gewesen, also habe ich es in das Feld mit den Kugeln integriert.

Fällt euch etwas auf? Die großen Flecken sind größtenteils im Muster verschwunden. Es ist ganz hübsch geworden, aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht.

Das Finish

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Um das Tangle interessanter zu gestalten und noch ein bisschen Dynamik reinzubringen, habe ich mich entschieden, die Formen der Linien nachzuziehen. Auch hier habe ich keine durchgehenden Linien gewählt, sondern habe sie immer wieder durchbrochen. Das macht das ganze zusätzlich interessant. Auch das Feld rechts oben, das ich vorher nicht gefüllt habe, habe ich so nachgezogen. Gefällt mir persönlich sehr gut.

An dieser Stelle könnt ihr euch fast schon zufrieden zurücklehnen. Eines fehlt auf jeden Fall noch: eure Signatur!Schließlich ist es euer Werk und ihr dürft stolz auf euer erstes Tangle sein. Nehmt am besten nochmal das Schmierpapier her und probiert aus. Eine Kombination aus euren Initialen, ein bestimmtes Symbol – was soll dafür stehen, dass DU dieses Tangle gezeichnet hast?

Jetzt nehmt das Tangle mal, haltet es vor euch und dreht es um die eigene Achse. Ich finde es total faszinierend, wie sich die Wirkung verändert, je nachdem, wie man es dreht.

Schattierungen

Eine Sache könnt ihr noch tun, um dem Tangle Tiefe zu verleihen: bestimmte Bereiche schattieren. Dafür benötigt ihr nun wieder den Bleistift und den Papierwischer.

Schaut euch zuerst das Tangle an und überlegt, welche Bereiche ihr hervorheben wollt. Dabei könnt ihr euch wie beim klassischen Zeichnen einen imaginären Lichteinfall vorstellen und dementsprechend schattieren, oder einfach nur Elemente hervorheben, auf die es euch besonders ankommt. Ich habe letzteres gemacht.

So bin ich vorgegangen:

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Mit dem Bleistift schraffierst du entlang der Linie, die du hervorheben möchtest.

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Wenn ihr einen Papierwischer benutzt, haltet ihn ziemlich flach, also wischt nicht direkt mit der Spitze, sondern der Seite. Setzt ihn so an, dass die Spitze in Richtung der freien Flache zeigt, wie auf dem Bild. Dieser Schritt ist nicht notwendig, ich nutze dieses Werkzeug aber sehr gern und wollte es euch deswegen kurz zeigen.

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Fertig! Ich hoffe, ihr hattet Spaß, mich beim Tanglen zu begleiten. Wenn es Fragen oder Anmerkungen gibt, nutzt sehr gern die Kommentarfunktion.

Wenn euch das inspiriert, es selbst mal auszuprobieren, könnt ihr mir gern eure Ergebnisse schicken und ich zeige sie dann hier. Wenn ihr auf Twitter oder Pinterest unterwegs seid, benutzt den Hashtag #podtangle, damit wir gegenseitig unsere Werke bewundern können.

Red Herring Scarf – Rollhering auf Nadeln

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Ich stricke unglaublich gerne. Wenn ich unterwegs bin oder irgendwo warten muss, ist so ein kleines Strickprojekt genau richtig, um Wartezeiten sinnvoll zu überbrücken. Ich kann so meinen Gedanken nachhängen, nebenher entspannt Musik oder einen Podcast hören und mich darüber freuen, dass ich ein Ergebnis sehe und etwas mit den Händen getan habe.
Besondere Freude macht es mir, etwas für jemanden zu stricken, bei dem ich weiß, dass die Person es brauchen kann, sich vielleicht sogar von mir gewünscht hat. Dann stricken sich viele Meter Wolle oft wie von alleine.

Anleitungen ernst nehmen

Das sind die schönen Momente. Dann gibt es auch Momente, die frustrieren, wenn ich sehe, dass die Dinge einfach nicht funktionieren, wie sie sollen.
Einen solchen Moment habe ich gerade mit dem Red Herring Scarf, den es als kostenlose Strickanleitung auf ravelry zum Download gibt. Der Schal hat mir gut gefallen wegen des Fischgrätmusters, das Muster ist einfach zu merken und lässt sich entspannt stricken. Nur: Ich hätte wohl den einen entscheidenden Satz in der Anleitungsbeschreibung etwas ernster nehmen sollen: „This pattern uses a stockinette-based stitch and thus has a strong tendency to curl.“
Das tut er. Und wie. Dieser Schal rollt sich wie eine Zimtschnecke. Am Anfang war das noch kein Problem, doch jetzt, wo ich das zweite Knäuel schon zum Teil verstrickt habe, zeigt sich: das wird so nicht funktionieren.

Deswegen kann ich diese Anleitung nicht empfehlen.

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Entrollen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Je nach gewähltem Garn gibt es mehrere Möglichkeiten, damit umzugehen. Hier habe ich euch einen sehr informativen englischsprachigen Artikel verlinkt, der sich genau mit diesem Problem beschäftigt.
Für alle die des (Strick)englischen nicht mächtig sind, habe ich mehrere Möglichkeiten hier ganz kurz zusammengefasst, die man versuchen kann, wenn sich ein Schal rollt, wie dieser es gerade tut:
1.) Waschen und Spannen. Das funktioniert je nach gewählter Wolle mehr oder weniger gut. Rollt der Schal nur wenig, lässt sich damit durchaus etwas erreichen.
2.) Nachträglich einen Rand anstricken, zum Beispiel im Perlmuster, das nicht die Tendenz zum Rollen zeigt.
3.) Nachträglich ein Fleecefutter einnähen, das den Schal am Einrollen hindert.

Meine Lösung: Ribbbeln

Das ist das Schöne an Dingen, die nicht auf Anhieb funktionieren: man lernt immer Neues dazu. Ich habe mich jetzt allerdings dazu entschieden, die Nadeln zu ziehen, die Wolle aufzuwickeln und es mit einem anderen Muster zu probieren. Waschen und Spannen werden nicht ausreichen, ein nachträglicher Rand würde bei einem Schal mit einem sowieso schon angestrickten Rand merkwürdig aussehen und da ich deutlich besser Stricke als Nähe, würde ein nachträglich eingenähtes Fleece das Ganze nicht unbedingt schöner machen.

Ich werde mich nach einem anderen Muster umschauen und diesmal garantiert aufmerksamer die Anleitungsbeschreibung und die Erfahrungen anderer Raveler lesen.

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Mein buntes Jahr – Heimwerken, Dekorieren, Feste feiern mit Bine Brändle

 

 

Mit Blick auf Tee & Kekse scheint es mir tatsächlich so, als sei der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert. Ich habe eine meeeega lange Liste mit Dingen, die ich ausprobieren und zeigen möchte, aber schaffen, puh, da wird es irgendwie schwierig… Geht das eigentlich nur mir so?

 

Mein buntes Jahr

So zum Beispiele auch mit diesem tollen Titel aus dem TOPP Verlag, das ich euch schon seit einer Weile unbedingt vorstellen möchte. Es ist bunt und voll schöner farbenfroher Ideen für das ganze Jahr. Die Rede ist von „Mein buntes Jahr“, dem neusten Werk von Bine Brändle.

Wer mal eben eine witzige Idee für eine ausgefallen Partydekoration sucht, wird genauso fündig wie diejenigen, die Anregungen für individuell gestaltete Kerzenständer oder ein Regal suchen, in dem endlich alle Geschenk- und Dekobänder sauber aufgeräumt sind, ohne dass es ein heilloses Kuddelmuddel gibt.

Die Farbe macht‘s

Geordnet nach Jahreszeiten stellt Bine Brändle große und kleine DIY-Projekte vor. Mit liebevollen Illustrationen und tollen Fotos versehen ist es aber auch eine tolle Inspirationsquelle, wenn man kein konkretes Projekt, aber eine ungewöhnliche Farbkombination sucht. Davon gibt es hier viele – und das ist rundum positiv gemeint. Denn mit ihren Kreativideen für den Winter zeigt die Autorin, dass auch hier deutlich mehr geht als Gold und Tannengrün. Nicht dass Gold schlecht wäre, auf Kürbissen erzeugt es nämlich einen absoluten Wow-Effekt.

Der Wow-Effekt

Bine Brändle: Mein buntes Jahr, bunte KerzenständerDieses Gefühl hat sich bei mir auch bei anderen Projekten eingestellt. Es ist großartig zu sehen, wie Bine Brändle mit Farben, Formen und Mustern spielt und so einen Stil kreiert, der ebenso markant wie einmalig ist.

Was mir an dem Buch richtig Spaß gemacht hat, sind auch die Galerien, in denen Leser zeigen, wie sie die Ideen von Bine Brändle interpretiert haben. Das zeigt, dass Kreativität nichts mit dem sklavischen Abarbeiten von Anleitungen zu tun hat und macht denen Mut, die vor dem Selbermachen immer noch ein wenig zurückschrecken, weil sie sagen „so bekomme ich das doch sowieso nicht hin“.

Mein „Hä?“-Moment

Das Buch mit seinen Vielfältigen Projekten gefällt mir richtig gut – trotzdem möchte ich den kleinen „Hä?“-Moment nicht verschweigen, den ich beim Durchblättern hatte. Die Renovierungsanleitung für den Töpferkeller fand ich schon irgendwie rührend. Ganz ehrlich: ich freue mich für Bine Brändle, dass sie diese Möglichkeiten hat und nutzen kann. Kann nur leider nicht jeder. Persönlich hätte ich mich über einen Tipp gefreut, wo ich nach einer Töpferwerkstatt suchen kann, wenn in meinem Keller nur Wäscheständer und Waschmaschine Platz haben. Zum Beispiel beim Verbund offener Werkstätten.

Unterm Strich: tolle Inspirationsquelle für alle Fans von Farbefeuerwerken und Formexplosionen, die die Welt mit ihren Kreativ-Projekten gern ein wenig bunter machen wollen.

Bine Brändle: Meinbuntes Jahr, bunte Blumentöpfe

Auf einen Blick

Bine Brändle: Mein buntes Jahr, Topp Verlag 2016
ISBN: 9783772475436
Preis: 22,99 Euro

 

 

 

 

 

Bunte Sockenwolle: Passende Muster finden

Erst vor Kurzen habe ich hier über meine schwierige Suche nach einem geeigneten Muster für ein Knäuel bunte Sockenwolle geschrieben. Mein Ziel: Ich wollte Socken stricken mit Muster, aber bitte so, dass das Muster hinterher noch als solches erkennbar ist und nicht völlig hinter der bunten Wollpracht verschwindet. Ihr wart so lieb, mir mit passenden Mustern weiterzuhelfen. Deshalb möchte ich mich heute revanchieren: Ich habe für Euch eine Linkliste mit Euren Mustervorschlägen zusammengestellt und noch weitere kostenlose Muster für bunte Sockenwolle, über die ich bei der Erstellung der Liste gestolpert bin. Also: Los geht’s!

Und weil ich ohne Übertreibung sagen kann, dass das Stricken meiner aktuellen Socken heute Nachmittag mit Freunden auf dem Balkon eine echte Sonntagsfreude war, nehme ich mit diesem Artikel auch eben daran teil….

Kostenlose Muster für bunte Sockenwolle

Von Tanja von stricken und mee(h)r kam der Vorschlag für viereckige Socken: http://www.ravelry.com/patterns/library/viereckige-socken

Monika schlug vor, es doch mal mit Hermione’s every day socks zu probieren. Habe ich auch direkt gemacht, mehr dazu später…

Butterblume hat die Idee gehabt, das hübsche Kaffeeeböhnchenmuster zu verwenden. Hier findet Ihr das kostenlose Strickmuster „Frischer Kaffee“ von Fräulein Wollga. Ebenfalls ein Vorschlag von Anne war „The Dazzler“, ein hübsches Musterm, das so tut, als wäre es ein Zopf.

Wenn es darum geht, Muster für bunte Sockenwolle zu finden, ist die Designerin Regina Satta eine gute Anlaufstelle. Bei meiner Suche hatte ich das ganz vergessen, sonst wäre ich vielleicht auch schneller auf einen grünen Zweig gekommen. Hier findet Ihr die farbenfrohen Kreationen. Die meisten ihrer Muster können gegen Bares erworben werden, aber das ein oder andere freie Muster ist auch dabei.

Die Muster Regenbogenketten und Harmonie habe ich auch noch entdeckt und wollte sie Euch mit auf die Liste setzen. Für alle die mehr Lust auf Stinos als auf aufwändige Mustersocken haben, aber sich zumindest eine kleine Abwechslung wünschen.

Hermione’s Everyday Socks

Wie versprochen hier noch ein paar Worte dazu, wie es jetzt mit meinem eigenen Sockenprojekt weitergegangen ist, das ja der Ausgangspunkt dieser Recherchen war.

Hermiones everyday socks

Socke Nummer eins ist schon fertig. Hat Spaß gemacht und ging dank einfachem Muster natürlich auch recht schnell. Nach einem gemütlichen sonntäglichen Ratsch beim Kaffee wächst auch das zweite Teil des Paars flott vor sich hin. Yeeaaah!

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Das Minimalmuster von Hermione’s Everyday Socks ist genau richtig für diese doch recht unruhige, aber einfach schöne Sockenfarbe, über die ich Euch ja hier schon ein wenig mehr erzählt habe

Der Musterschlucker

Auch wenn es jetzt (von gewissen Rückschlägen abgesehen) wettertechnisch stark in Richtung Sommer geht, habe ich mal wieder Socken auf der Nadel.

Aus einem Knäuel ONline Supersocke 4-fach Merino Color in vielen schönen Lilatönen (Colorway 1784) will ich ein paar Socken für die nette Kollegin stricken. Weil das ein absolutes nebenher-mal-Abends-so Projekt ist, sollte auch das Muster ein einfaches sein.

Ich habe hin und her überlegt, was es denn werden soll:

Also habe ich auf ein immer wieder gern gestricktes Muster zurückgegriffen, die simple skyp socks. http://www.ravelry.com/patterns/library/simple-skyp-socks

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Die Wolle lässt sich prima stricken, damit bin ich ganz happy. Nicht so glücklich bin ich mit dem Muster. Leider geht das total unter. Aber völlig. Schade. Schließlich will ich ja, dass man das Muster auch sieht, wenn ich schon eines stricke.

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Jetzt ist guter Rat teuer: Weiterstricken und ignorieren oder ribbeln und was anderes probieren?

Habt Ihr vielleicht die ultimative Anleitung, mit der dieses Garn richtig groß rauskommt? Ich freu mich auf Eure Ideen.