Sonntagsfreuden: Pilze sammeln für Anfänger

Strahlend blauer Himmel, wunderbar warme Temperaturen und buntes Laub, da kann es einen nur an die frische Luft ziehen. Nachdem wir schon vor Kurzem beim Pilze sammeln waren, haben wir gestern einen weiteren Versuch unternommen.

Diesmal habe ich auch meine Kamera mit im Gepäck gehabt und Fotos für Euch geschossen, die auch bei den Sonntagsfreuden von Frau Kreativberg mit dabei sein sollen. Außerdem habe ich Euch ein paar Tipps zusammengestellt, worauf man beim Pilze sammeln achten sollte.
wald_sonne

Kaum ein paar Meter in den Wald hineingelaufen ist es, als wäre man in einer anderen Welt. Die Luft ist fantasisch und der dicke, feuchte Moosboden federt unter jedem Schritt. Die Pilze schießen hier an jeder Ecke und auch sonst macht es viel Spaß, sich auf Entdeckungstour zu begeben….

wald_moos

Die vielen verschiedenen Grün- und Brauntöne sind einfach fantastisch und eine tolle Inspiration für die nächsten Strick- und Färbeprojekte. Es ist wunderschön zu sehen, wie die Sonne durch das bunte Blätterdach fällt und den dicken Moosbelag an einer Stelle zum Leuchten bringt und fast gelb färbt, während er gleich daneben in sattem dunkeln Grün erststrahlt.

wald_spinnennetzWer aufmerksam durch den Wald geht, erlebt an jeder Ecke tolle Überraschungen: Das Zwitschern der Vögel hier, hinter dem nächsten Baum ein Spinnennetz voller Tautropfen, das in der Sonne funkelt und da hinten…. Ja, tatsächlich eine leckere Braunkappe!

Weiles beim Sammeln von Pilzen immer wieder zu Vergiftungen durch Verwechslungen kommen kann, habe ich mich vorher ausgiebig informiert und teile jetzt gerne mit Euch die wichtigsten Tipps zum Pilze sammeln für Anfänger:

  1. Bevor es losgeht, braucht es die richtige Ausrüstung. Einen Korb, in dem die Pilze gsammelt und luftig gelagert werden ohne Druckstellen zu bekommen. (Anders als z.B. in Tüten) und ein kleines Messer zum Abschneiden der Pilze. Wegen der Zecken das Autan nicht vergessen….
  2. Nur Pilze sammeln, die man kenn und sicher bestimmen kann! In unserem Fall waren das Braunkappen. Ein gutes Pilzbuch oder eine entsprechende App helfen noch vor Ort bei der Bestimmung – und bessern das Wissen um die vielen, vielen Sorten auf. In vielen Städten werden zudem in der Pilzsaison Sprechstunden bei Pilzexperten angeboten, die einem bei der Bestimmung helfen.
  3. Der Unterschied zwischen essbaren und giftigen Pilzen offenbart sich mitunter nur unter dem Waldboden: so ist die Knolle des Knollenblätterpilzes häufig unterirdisch zu finden. Wird nur der obere Teil betrechtet, kann es zur Verwechslung mit Champignons kommen. Deshalb den Stil mit dem Messer freilegen und aus dem Waldboden heben. Die Stelle anschließend wieder mit Moos oder Laub schließen.
  4. Das Messer tut natürlich auch gute Dienste beim ersten Säubern des Pilzes von Nadeln oder Erde.
  5. Die gesammelten Pilze sollten am besten noch am selben Tag zubereitet werden. Anders als z.B. Zuchtchampignons, die man auch roh essen kann und vor der Zubereitung nur trocken abreibt, sollten Wildpilze wegen des Fuchsbandwurms unbedingt gewaschen werden und bei mehr als 70 Grad gargekocht oder -gebraten werden.

Auch wenn die Ausbeute aufs Erste noch nicht so groß ist, macht es auch so großen Spaß, den Wald mit seinen Pflanzen und Bewohnern zu erkunden…. Wir waren sicher nicht das letzte Mal unterwegs.

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