Die verstrickte Dienstagsfrage #69

Diesmal schwingt das neugierige Wollschaf nicht die Stricknadeln, sondern beschäftigt sich mit dem Bloggen: Welche Themen gehören in einen Handarbeitsblog, welche eher nicht? Schöne Frage, finde ich!

Was gehört deiner Meinung nach in einen Handarbeitsblog und was geht gar nicht? Nur handarbeitsbezogene Themen oder auch mal was anderes? Auch kritische/negative Meinungen über andere Handarbeitstechniken, andere Blogs, Gruppen, Foren, Plattformen etc.? Über Krankheit, Tod und so was?

Vielen Dank an Isabella für die heutige Frage!

Liebe Isabella, liebes Wollschaf,

 

zunächst einmal finde ich, dass es jedem Selbst überlassen sein muss, wie er oder sie seinen Blog füllt. Wenn allerdings „Handarbeitsblog“ draufsteht, sollte meiner Meinung nach der Handarbeitsanteil schon gut erkennbar sein und nicht völlig zwischen Rezepten und Gartenfotos verschwinden – so schön oder lecker sie auch sind. Ich persönlich achte sehr darauf, dass alle meine Posts zumindest einen erkennbaren Bezug zum Thema Handarbeiten haben, aber natürlich geht es, wie z. B. in meinem Post Genussreich. Köln auch mal um andere Dinge.

Ich bin ein Mensch mit eigener Meinung und ich sehe nicht, warum ich sie ausgerechnet in meinem Blog hinterm Berg halten sollte. Lese ich in anderen Blogs, finde ich es auch immer ganz informativ zu erfahren, wie andere Blogger dieses oder jenes Muster bewerten, dieses Buch empfehlen, auf jene neue Plattform hinweisen. Ich habe nichts dagegen, wenn diese Meinungen auch mal negativ ausfallen, sofern sie plausibel begründet sind. Dinge wie: „Wolle xy ist totaler Mist“ kann man sich meines Erachtens sparen, wenn man nicht dazu schreibt, dass sie fasert, fusselt oder die Farbe raus geht …

Das selbe gilt auch für Kommentare. Konstruktive Kritik und Anregungen sind mir immer willkommen, das hilft mir, den Blog noch interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten, bringt mich und andere auf gute Ideen, also nutzt gerne die Kommentarfunktion.

Themen wie Krankheit oder Tod gehören natürlich zum Leben, aber nach meiner engen Definition meines Handarbeitsblogs nicht in Selbigen. Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn man zum Beispiel ein Charityprojekt vorstellt, in dem für Krebskranke gestrickt wird, ist absolut nichts dagegen einzuwenden. Im Gegenteil hat es mir in schwierigen Zeiten schon sehr geholfen, mit meinem Blog ein Stück Normalität zu haben und diese zu pflegen. Ein Stück weit gilt das auch für mein Hobby, das zwar einerseits sehr kommunikativ ist, aber auch ein Rückzugsort sein kann.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

 

 

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5 Kommentare zu “Die verstrickte Dienstagsfrage #69

  1. Hui, eine spannende Frage – ich bin ja auch eher so der Gemischtwaren-Blog-Mensch, aber ich glaub viele LeserInnen wissen eine klare Linie zu schätzen. Geht mir zumindest bei vielen Blogs so – außer die Blogger sind mir so sympathisch, dass ich einfach ALLES von Ihnen gerne lesen 🙂

    • Gemischtwaren-Blog klingt lustig 🙂 Ich weiß genau, was Du meinst. Manche Blogger haben einfach einen sehr schönen und individuellen Schreibstil, da les ich auch mal einen Mediziner- oder Lehrer-Blog, auch wenn das sonst so gar nicht so meine Themen sind…

  2. ich seh das auch so. es darf bunt wie das leben sein. allerdings sollte doch schon ein roter faden, das thema handarbeiten drin sein (wenn es ein handarbeitsblog ist)
    da auch schwarz eine farbe ist für mich, darf es auch um kummer oder krankheit gehen, aber auch hier sollte unterm strich der hauptanteil doch bei der handarbeit liegen – insgesamt mein ich jetzt, nicht in dem jeweiligen posting.

    wo ich persönlich ein grösseres problem habe ist mit unsachlicher kritik. ich finde es schlicht unfair ein thema, eine person, eine sache zu zerreissen, wenn diese dann so gar keine chance hat, das klarzustellen. kritik sollte auf die sache bezogen und auch belegt sein, denn immerhin ist das hier ein öffentlicher raum.
    meinung sagen ist schön und gut, nur ist das auch manchmal ein schmaler grad und ich habe oft das gefühl, dass manche menschen eine beleidigung als ihre meinung tarnen versuchen. „ich finde du bist ein a****“ “ ist nunmal keine freie meinungsäusserung sondern ist und bleibt eine beleidigung 😉

    aber natürlich bleiben wir alle menschen und sollten auch nicht immer alles so tierisch ernst nehmen, was andere sich verbal auch mal vlt (fehl)geleistet haben. ich bin ein freund von der versuchten gelassenheit im zwischenmenschlichen kontakt, leben und leben lassen. gelingt mir aber auch nicht immer 😉

  3. Pingback: Reingelesen: Die neue HandmadeKultur & *Giveaway* | Tee & Kekse

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