Last-Minute Geschenke

Was, nur noch eine Woche bis Weihnachten?! Diese Erkenntnis durchzuckte mich am Wochenende wie ein Blitz… Weihnachtsgeschenke? Ein kurzer Überschlag im Kopf machte mir deutlich: viel ist da bisher nicht gebunkert….

Ein kurzer Blick in meine Wollvorräte war dann zum Glück sehr inspirierend. Aus zwei Knäuel dicker Dochtwolle von Traub, die ich schon vor einer Weile mit Ostereierfarben selbst gefärbt habe sowie einer 9er Häkelnadel, ist einer dieser Schalkragen geworden, die gerade so in sind. Aber gleich an dieser Stelle sei gewarnt: Das Färben mit Ostereierfarbe hat absolutes Suchtpotential. Es geht schnell, einfach und lässt sich in der heimischen Küche ohne große Sauerei bewerkstelligen. Ich werde mich bei Gelegenheit in einem eigenen Eintrag mit diesem Thema befassen, für die, die gleich mehr wissen wollen, gibt es hier eine wirklich gelungene Videoanleitung von chantimanou bei youtube (Teil 1 und Teil 2). Als erste Orienterung bezüglich der Länge, der Nadelstärke etc. habe ich den Schalkragen von The Crimson Owl verwendet, beim Häkeln habe ich dann aber mein eigenes Muster verwendet. (Bei Interesse einfach einen Kommentar schreiben, dann gibt es eine genauere Anleitung). Jetzt aber genug geschriben, hier ist das gute Stück….

(Fast) ganz in rot kommt mein zweites Weihnachtsgeschenk daher, das ich letztes Wochenende gemacht habe. Da es um meine Strickkenntnisse nicht zum Besten bestellt ist, dachte ich mir: Nur Übung macht den Meister. Ausgerüstet mit Strickfilzgarn von Zettl und einer 8er Nadel ist eine kleine Tasche entstanden, in der weder Stifte noch Kosmetikartikel „kalte Füße“ bekommen. Die Tasche ist in 3 Teilen gearbeit, zwei Seitenteile mit 15×16 Maschen und ein großes Mittelstück mit 30 Maschen Breite. Wie hoch ich gestrickt habe, weiß ich leider nicht mehr, es war ungefähr die doppelte Länge x Höhe des Seitenstücks plus einige Reihen für die Klappe. Die drei Teile habe ich zusammengeteckt, mit einem einfachen Überwendlingsstich vernäht und die Kanten umhäkelt. Danach hatte ich ein riesiges, lappriges Monster, das sich nur fotogrfieren ließ, nachdem ich große Mengen Zeitung darin versenkt habe. Meine einzige Hoffnung auf Rettung war die Waschmaschine und so habe ich es bei 60 °C mit einigen Handtüchern und Waschbällen (Tennisbälle gehen wohl genauso, ich hatte einfach keine) gewaschen. Kaum zu glauben, dass aus dem hässlichen Entlein doch noch so ein schönes Stück geworden ist. Die tollen Knöpfe sind übrigens von Rauch und Farbe.

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