Buchvorstellung “Stricken – so einfach geht’s” + *Gewinnspiel*

Vor einiger Zeit stand ich im Buchladen und stöberte durch die Neuerscheinungen im Bereich DIY und Stricken - So einfach geht'sHandarbeiten. Ein kleiner, relativ schmaler Band hat mich neugierig gemacht: „Stricken – so einfach geht’s“ von GU. Ja, richtig gelesen. Bisher hat man den Verlag ja eher mit Ratgebern und tollen Kochbüchern in Verbindung gebracht, seit nicht ganz zwei Monaten gibt es jetzt auch Ratgeber zu Handmade-Themen wie Stricken, Häkeln, Sticken oder Nähen. Weil das Strickbuch von Jessica Bewernick (Macherin von schoenstricken. de)  sich für Neueinsteiger ebenso lohnt wie für diejenigen, die ihr Wissen wieder auffrischen oder ein bisschen vertiefen wollen, stelle ich den Kreativratgeber heute vor. Wenn Ihr Lust bekommen habt, mal in diesem Buch zu blättern und das ein oder andere auszuprobieren, kein Problem. In Zusammenarbeit mit GU verlose ich ein Exemplar von „Stricken – So einfach geht’s“. Mehr Infos zum Gewinnspiel gibt es am Ende des Posts.

Der rote Faden

Das Buch besticht durch Einfachheit. Einfache Projekte, einfache und gut verständliche Erklärungen. Wichtige Materialien, Werkzeuge und Zubehör werden im Theorieteil kurz und knackig vorgestellt. Man erfährt unter anderem, wie das mit der Maschenprobe geht, was die vielen geheimnisvollen Dinge auf einer Garnbanderole zu bedeuten haben und welche Utensilien angehende Strickerinnen und Stricker unbedingt im Gepäck haben sollten. Alle wichtigen Grundlagen werden in schön gestalteten Illustrationen erklärt und gleich in konkreten Projekten umgesetzt. Durch diese Verknüpfung von Theorie und Praxis sind nicht nur schnelle Erfolgserlebnisse garantiert, man muss nicht ewig lang blättern, bis man etwas findet.

Learning by doing

Vom kraus rechts gestrickten Loopschal über trendige Becherwärmer (Hallo Weihnachtsgeschenke …) bis hin zur mehrfarbigen Tablet-Tasche steigert sich der Schwierigkeitsgrad langsam aber stetig. Sitzen die Grundlagen, geht es Schritt für Schritt tiefer in die faszinierende Welt des Strickens: Flach- und Rundstricken, Intarsienstrickerei oder Jacquardstricken, insgesamt 15 Projekte in verschiedenen Techniken haben ihren Weg in das 64-seitige Buch gefunden. Wie ging das noch mal? Ihr lasst Euch neue Stricktechniken lieber zeigen oder lernt sie per Video? Auch dann ist das Buch das richtige für Euch bzw. die passende App dazu. Einfach GU Kreativ-Plus App runterladen, passendes Projekt- oder TeStricken - So einfach geht's App Strickbuch kostenloschnikbild scannen und loslegen. Die App enthält Videos der gezeigten Grundlagentechniken, damit Ihr Euch alles noch mal in Ruhe anschauen könnt. Das Projekt, an dem Ihr gerade arbeitet, könnt Ihr abspeichern und habt es so immer dabei. Das gilt auch für den virtuellen Einkaufszettel, der dabei hilft, im Laden nichts zu vergessen. Wenn kein Handarbeitsgeschäft in der Nähe ist, auch kein Beinbruch: Mit der App lassen sich die meisten Materialien direkt und bequem bei DaWanda bestellen.

Gewinn mich….

Ein rundum gelungenes Buch also, das ich Euch absolut empfehlen kann. Ein Exemplar könnt Ihr gewinnen, wenn Ihr bis 11.04.2015 einen Kommentar unter diesem Betrag hinterlasst und verratet, welche Stricktechnik Ihr gern lernen würdet. Das Buch wird dann unter allen Teilnehmern verlost. Vergesst also nicht, eine Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen.

Viel Glück!

Und weil ich die Idee des virtuellen Bücherregals von Goldkind richtig klasse finde, habe ich das Buch auch da gleich eingestellt.

Stell dir vor, du wärst ein Garn…

… welches wärst du dann? Diese Frage hat Anke vom Wollstash aus einer Twitter-Diskussion aufgegriffen und auf ihrem Blog weitergesponnen. Vielen Dank für den tollen Gedankenanstoß, da schließe ich mich gerne an.

Stimmt, die Frage ist tatsächlich nicht so leicht zu beantworten, wie es auf den ersten Blick scheint. Mal sehen…  Bunt und vielfältig einsetzbar, das war das Erste, was mir dazu eingefallen ist. So ein Garn, bei dem man schon beim Stricken weiß, dass man das fertige Stück später oft und gern tragen wird. Sicher nicht glatt und perfekt wie ein Strang Wollmeise, eher handgesponnen mit dickeren und dünneren Stellen, meliert in vielen schönen Türkistönen…

So, jetzt bist du dran: Was für ein Garn wärst du? Lass deinen Gedanken freien Lauf, ich bin gespannt….

Die verstrickte Dienstagsfrage #106

…ist heute genau genommen gar keine Frage. Die Anweisung des neugierigen Wollschafs lautet statt dessen “Führe den Satz fort mit dem ersten Gedanken, der Dir dabei in den Sinn kommt.” Gerne doch. Also….

“Ich stricke, also… habe ich ständig irgendwas auf den Nadeln!”

Loop_Joji_Locatell_2

Was genau?

Diesmal ist es ein Loop nach der Anleitung “To infinity and beyound” von Joji Locatelli. Das Muster, das Ihr kostenlos auf ravelry.com findet, strickt sich super. Schon nach kurzer Zeit hatte ich den Bogen raus und musste nur noch von Zeit zu Zeit auf die Anleitung spicken.

Mit seinen Lochmustern und Zöpfen ist der Loop nicht ganz anspruchslos, aber doch immernoch so, dass er sich gut nebenher stricken lässt. Nach dem Spannen kommt das Muster besonders gut zur Geltung, ich finde ja, es hat was von knospenden Frühlingsblumen, wie man sie jetzt überall spießen sieht.

Verwendet habe ich dafür ein Knäuel Zauberball, leider ist mir das Etikett abhanden gekommen, aber ich denke, es ist die Farbe “Charisma”: pink, schwarz und ein Hauch dunkelblau.

Gestrickt habe ich der Anleitung entsprechend mit Nadeln in Stärke 3,5 – eine gute Wahl, denn so ist er locker und leicht geworden.

Hier das Ganze im Detail….

Loop_Joji_Locatell_1

Lesen & Stricken: Warme Füße und eine Prise Dynamit

Heute gibt es auf Tee & Kekse mal wieder etwas für alle Sinne, na ja, sagen wir: für fast alle Sinne. Es ist ein neues Paar Filzpantoffeln von den Nadeln gehüpft und ich habe einen Buchtipp für Euch, der sich doch ziemlich von dem unterscheidet, was ich hier sonst so empfehle. Vielleicht gefällt es Euch trotzdem. Oder gerade deswegen. Wer weiß?

Strickfilzen & färben mit PflanzenfarbenFilzpantoffeln stricken Anleitung selbermachen

Also Puschen an und ab aufs Sofa. Das neueste Paar ist wieder nach der altbekannten und bewährten Methode fürs Strickfilzen entstanden, die ich im Beitrag Strickfilzen: So geht’schon mal ausführlich vorgestellt habe. Das besondere an diesem speziellen Paar ist die Wolle.

Bis auf das dunkelrot habe ich alle Garne selbst mit Pflanzenfarben gefärbt. Die beiden Brauntöne im Fersenbereich sind durch eine Kaltfärbung mit getrockneten Walnussschalen entstanden. Wie ich im Nachhinein gelesen habe, hätte ich die Schalen wohl besser frisch verwendet, um eine kräftigere Farbe zu bekommen, aber sei es drum.

Richtig gut geworden sind dafür das strahlende Gelb und das Moosgrün. Diese beiden Farben sind das Ergebnis einer Färbeaktion mit frisch geerntetem Rainfarn, der dann auf dem offenen Feuer brodeln durfte. Das Gelb des Rainfarns haben wir dann noch mit Eisensulfat zu Grün weiterentwickelt – eine tolle Aktion, die wir dieses Jahr unbedingt wiederholen wollen.

Books & Braun: mit Schirm, Charme und Dynamit

Pip Ballantine Tee Morris Books & Braun Das Zeichen des PhönixLondon, Ende des 19. Jahrhunderts: Eliza Braun, Agentin ihrer Majestät Königin Victoria im Ministerium für Eigenartige Vorkommnisse hat eine ziemlich undamenhafte Vorliebe für Sprengstoffe, hasst Opern und trägt ihr kugelsicheres Korsett nicht zum Spaß. Weil auch ihren sonstigen Vorgehensweisen eher unorthodox sind, bekommt sie statt des nächsten actionreichen Außeneinsatzes einen Platz als Assistentin des höchst akribischen Archivars Wellington Books zugewiesen. Doch die Auszeit im Archivkeller währt nur kurz, denn dunkle Geheimnisse warten auf dringende Aufklärung: Was hat es mit den blutleeren Leichen auf sich, die am Ufer der Themse gefunden werden? Welche grauenvollen Dinge musste Elizas Ex-Partner Harry erleben, die ihn schließlich in die berüchtigte Irrenanstalt Bedlam brachten? Schnell kommt das ungleiche Ermittlerduo auf die Schliche einer Geheimgesellschaft mit diabolischen Absichten, deren Kontakte bis in die höchsten Kreise reichen.

Dunkle Gassen, fiese Schurken – Abwechslung garantiert!

Wie das Cover des Buchs mit seinen Zahnrädern es schon vermuten lässt, handelt es sich bei „Books & Braun – Das Zeichen des Phönix“ um einen Steampunkroman. So gibt es zahlreiche fantastische Hilfsmittel und anstaunenswerte Gerätschaften, die die Ermittlungen von Books& Braun mal behindern, mal vorantreiben, aber immer spannend gestalten. Die Autoren schaffen mit viel Liebe zum Detail ein viktorianisches London, wie man es sich vorstellt: Dunkle Gassen, fiese Schurken, trickreiche Straßenkinder, formvollendete Gentlemen in stilvolle Garderoben und eine Gesellschaft im Umbruch. Diese Detailverliebtheit sorgt für ein überaus lebendiges Bild, sorgt aber leider an der ein oder anderen Stelle dafür, dass die eigentliche Story ein wenig ins Hintertreffen gerät. Trotzdem schaffen es die Autoren Pip Ballantine und Tee Morris es immer wieder mit waghalsigen Verfolgungsjagden oder Knalleffekten im wahrsten Sinne des Wortes, den Leser zu fesseln. Wie auch die Hauptfiguren tappt er lange Zeit im Dunkeln, was die Absichten und Ziele der Geheimgesellschaft betrifft.

Lesevergnügen ist so oder so garantiert und sei es, um Books & Braun dabei zu beobachten, wie sie sich zusammenraufen, im Flair des viktorianischen Englands zu schwelgen oder die außergewöhnlichen Stempunk-Erfindungen des Autorenduos zu bewundern. Zum absoluten Pageturner wurde das Buch für mich spätestens, als die beiden Ermittler ihren Widersachern sehr nahe kommen. Als hätten sich Ballantine und Morris jetzt warm geschrieben, stimmt hier alles: die dichte Atmosphäre und eine Spannung, die die Seiten fast schon alleine zum Umblättern bringt. Eine echte Abwechslung für alle, die gern Krimis & Thriller lesen, aber auch fantastischen Elementen nicht abgeneigt sind.

Mehr Lesevergnügen mit Books & Braun

Die gute Nachricht: Books & Braun haben inzwischen 8 Fälle gemeinsam bestritten. Auf Deutsch erschienen sind aber bisher leider nur Das Zeichen des Phönix und Die Janus-Affäre. Auf Nachfrage heißt es bei LYX, dass auch keine weiteren deutschen Übersetzungen der Abenteuer geplant sind. Wenn Ihr einigermaßen sattelfest in englisch seid und wissen wollt, was für Neuigkeiten es im Ministerium für Eigenartige Vorkommnisse gibt, auf der Homepage zur Serie erfahrt Ihr mehr.

Alle Infos auf einen Blick:

Pip Ballantine und Tee Morris: Books & Braun – Das Zeichen des Phönix. Egmont LYX 2012. ISBN: 978-3802586439.

Und Ihr, was habt Ihr gerade für Strick- und Buchempfehlungen auf Lager? Ich freu mich auf Kommentare.

Die verstrickte Dienstagsfrage # 105

Und schon wieder ist es Dienstag…. Kinder, wie die Zeit vergeht! Auch heute hat das neugierige Wollschaf wieder eine verstrickte Dienstagsfrage, die ich gerne mit Euch teilen möchte:Die verstrickte Dienstagsfrage

Was war das netteste, originellste oder ungewöhnlichste Kompliment, dass Du für Deine gestrickten oder gehäkelten Sachen bekommen hast?

Liebes Wollschaf,

ich habe eine ganze Weile nachgedacht, aber eine ganz besondere einzelne Begebenheit fällt mir da gar nicht ein. Außerdem: gesagt ist schnell ja eine ganze Menge. Deshalb ist es für mich das schönste Kompliment, wenn ich sehe, dass meine Handarbeiten von anderen geschätzt werden und regelmäßig zum Einsatz kommen. Ich finde, das spricht für sich. Mehr Worte braucht man darum eigentlich nicht zu machen.

Herzliche Grüße & eine schöne Woche,

Tee & Kekse

P.S.: Noch bis Samstag läuft mein Gewinnspiel für die coolen Häkeltrophäen von Jutta. Nutzt die Chance und hüpft jetzt noch schnell in den Lostopf.

Faszination Illusionsstricken

Illusionsstricken, Schattenstricken, Handarbeitsbuch, TOPP, frechverlagIch hatte die Technik des Illusionsstrickens oder Schattenstrickens, wie diese Technik auch genannt wird, schon vor längerer Zeit einmal gesehen, aber der brandneu bei TOPP erschienene Kreativband „Illusionsstricken. Faszinierende Effekte mit rechten und linken Maschen“ von Lydia Klös war der Auslöser, es endlich einmal selbst zu versuchen.

Die Raffinesse dieser Technik liegt im Detail: Je nach Blickwinkel erscheinen oder verschwinden die faszinierenden Illusionsmuster. Was irgendwie magisch und auch ganz schön kompliziert klingt, lässt sich ganz einfach durch den Wechsel von linken und rechten Maschen erreichen. Nur noch ein bisschen Zählen und fertig sind verblüffende Strickstücke, die garantiert für Erstaunen sorgen werden.

Auch für Einsteiger geeignet

Nachdem ich es natürlich gleich ausprobiert habe, kann ich sagen: Ja, es ist tatsächlich so einfach. Das heißt aber auch: Illusionsstricken kann man auch als Strickanfänger gut lernen, sobald man die rechten Maschen gemeistert hat und mit den linken nicht mehr auf Kriegsfuß steht. Dass für diese Technik üblicherweise zwei Farben verwendet werden, sollte dabei niemanden abschrecken. Schließlich wird jede Doppelreihe mit nur einem Faden gestrickt und auch der Fadenwechsel am Rand wird hier gut erklärt. Die Grundtechnik wird kurz und knackig mit Schritt-für-Schritt-Fotos anschaulich erklärt, sodass man eigentlich gleich loslegen kann.

Illusionsstricken, Schattenstricken, Kreis

Von oben ist auf meinem Probestück vom Muster nicht viel zu erkennen….

Illusionsstricken, Schattenstricken, Kreis

Magic: Wechselt man allerdings den Blickwinkel, so erscheinen plötzlich wie von Zauberhand (fast fertige) graue Kreise auf pinkfarbenem Grund.

Nach bekannter und beliebter Manier sind in „Illusionsstricken“ 15 Modelle in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen versammelt: Von Loop, Mütze und Stulpen bis zum edlen Tuch, dem Shopper mit fröhlichem Blumenmuster oder dem Kissen mit Tatzenabdruck werden hier die verschiedensten Geschmäcker bedient. Hier könnt Ihr das Buch bestellen und auch schon mal den ein oder anderen Blick auf verschiedene Modelle werfen.

Einfache Skizzen für gute Übersichtlichkeit

Schaut man sich im Internet um, fallen die Charts für Projekte in der Illusionstechnik häufig komplizierter aus, als sie sein müssten. In den Anleitungsskizzen, die es in diesem Band für jedes Modell gibt, hat man sich auf das Wesentliche beschränkt, was dem Verständnis und der Übersichtlichkeit wirklich gut tut.

Fazit: ein lohnender Band, wenn man sich mit der Technik des Illusionsstrickens vertraut machen möchte und nach schönen Projekten für den Einstieg sucht. Beliebig komplizierter kann man es dann immer noch machen, so gibt es auf der Seite von Wooly Thoughts beeindruckende Beispiele von komplexen Porträts, die in der gleichen Technik gearbeitet sind.

Und weil wir hier gerade bei Tipps sind: Goldkind hat auf ihrem Blog ein tolles virtuelles Bücherregal für Kreativ-Bücher eingerichtet. Einfach mal vorbeischauen, stöbern und freuen…

Alle Infos auf einen Blick:

Lydia Klös: Illusionsstricken. Faszinierende Effekte mit linken und rechten Maschen. frechverlag 2015.
ISBN: 9783772469459

Die verstrickte Dienstagsfrage #104

Immer wieder Dienstags beantworte ich die verstrickte Dienstagsfrage. Inzwischen ist es schon fast schon lieb gewonnene Routine und ich warte gespannt darauf, was das neugierige Wollschaf wissen möchte. Diesmal geht es um Suchen & Finden:

Hast Du schon mal Dein Strickzeug oder ein gestricktes Teil irgendwo vergessen oder verloren?

Wenn ja, hast Du es wiederbekommen?

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Liebes Wollschaf,

zugegeben: ich verliere oder vergesse immer mal wieder irgendwelche Dinge. Nicht häufig, aber es passiert schon mal. Außer bei Stricksachen. Ich habe noch nie mein Strickzeug oder etwas fertig Gestricktes verloren. Obwohl…. Zählt es, wenn das bösartige Sockenmonster einen Stricksocken in den Tiefen der Waschmaschine versteckt hält und auch gegen verlockende Belohnungen nicht mehr rausrücken will?

Bei näherem Nachdenken fällt mir nur ein selbstgmachtes Handytäschchen ein, das mein Freund im Zug vergessen hat und das hoffentlich einen liebevollen neuen Besitzer gefunden hat. Besonders ärgerlich: Es war noch brandneu, ich hatte quasi gerade eben die Fäden vernäht…. Ich habe dann ein neues gemacht, das toi…toi…toi… seit inzwischen vier Jahren in Benutzung ist.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

Auf den Elch gekommen & *Gewinnspiel*

Kennt Ihr das: Das gefühlte 5000. Granny Square ist gehäkelt, Beanies und Decken hat auch jeder schon im Überfluss, aber das Häkelfieber ebbt einfach nicht ab? Dann müssen neue, frische Ideen her!

Deswegen möchte ich Euch heute häkeltrophäen.de vorstellen. In liebevoller Kleinarbeit hat Häkeltrophäen-Erfinderin Jutta Westphal mit Elch, Giraffe & Co. witzige Hingucker für die Wand entworfen, die beim Anschauen nicht nur für gute Laune sorgen, sondern garantiert auch für jede Menge Gesprächsstoff bei Eurem Besuch.

Im Interview mit Tee & Kekse erzählt Jutta über Ihre kreativen Ideen, gibt Tipps für Häkelanfänger und hat auch gleich noch eine tolle Überraschung für Euch im Gepäck: Wir verlosen 3 x 1 Häkelanleitung für eine Häkeltrophäe Eurer Wahl! Mehr Infos findet Ihr am Ende des Posts.

Häkeltrophäen, Tiere häkeln, Anleitung, Gewinnspiel

Jutta Westphal mi ihrer ständig wachsenden Schar Häkeltrophäen.

Tee & Kekse: Auf Deiner Seite schreibst Du, dass Du 2011 mit dem Häkeln von Granny Squares begonnen hast. Wie kommt man denn von den Häkelquadraten zu Elch Erik?

Jutta Westphal: Wir fahren immer nach Schweden in den Urlaub und so hatte ich die Idee, einen der typisch schwedischen Kuchen zu häkeln. Ich habe dann die Anleitung gekauft und wollte loslegen, hab dann aber gemerkt, dass ich keine Ahnung mehr habe, wie das geht. Mit Hilfe einer Freundin und diverser YouTube-Videos habe ich es schnell wieder gelernt und ab da war ich eigentlich im Häkelfieber. Irgendwann letzen Sommer bat mich eine Freundin, ihr beim Häkeln eines Schafes zu helfen. Als der Kopf gehäkelt war, dachte ich mir: “Jetzt noch so einen komischen Körper dran? Versuchen wir doch mal was anderes…” Von meiner Schwester habe ich mir ein Trophäenbrett besorgt und die Häkeltrophäen waren geboren. Dann ging natürlich das große Experimentieren los…

Tee & Kekse: Du hast die ersten Trophäen bei Dir in den Flur gehängt. Wie hat denn Deine Umwelt auf die neuen Mitbewohner reagiert?

Jutta Westphal: Wenn wir Freunde zu Besuch hatten, haben die sich kaputt gelacht. Schnell gab es auch die ersten Bestellungen. Das hat mich ermutigt, mit häkeltrophäen.de mein eigenes Ding zu starten und auch einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt zu machen.

Tee & Kekse: Was bedeutet Handarbeiten für Dich persönlich?

Jutta Westphal: Immer wenn ich nicht gerade arbeite, habe ich was mit Wolle in der Hand. Das ist für mich eine gute Möglichkeit, etwas Sinnvolles mit der Zeit anzufangen, in der man sonst nichts machen würde, wie zum Beispiel im Wartesaal beim Arzt. Am liebsten mache ich Accessoires oder eben Häkeltrophäen, bei großen Stücken wie Pullis oder Strickjacken befürchte ich, dass sie mir vielleicht nicht stehen oder passen und dann die ganze Arbeit umsonst war.

Tee & Kekse: Wenn ich auch so eine Häkeltrophäe in mein Wohnzimmer hängen möchte, welche Möglichkeiten habe ich dann?

Jutta Westphal: Man kann in meinem Shop die fertig gehäkelten Trophäen, komplette Häkel-Sets oder die Anleitungen für einzelne Tiere bestellen. Das wirklich spannende beim Selbermachen ist, dass es immer wieder ganz anders aussieht, auch wenn die Tiere nach derselben Anleitung gehäkelt wurden. Das sieht man, wenn man z.B. auf meiner facebook-Fanseite Bilder von Häkeltrophäen anschauen, die mir meine Kunden geschickt haben. Ich finde das total spannend und freue mich immer über Fotos.

Tee & Kekse: Was muss ich den häkeltechnisch können, um so eine Häkeltrophäe selberzumachen?

Jutta Westphal: Dafür kann man blutiger Anfänger sein, man braucht nur feste Maschen sowie Zu- und Abnahmen. Mit YouTube-Videos zum magic ring und festen Maschen kommt man schon sehr weit. Man kann mich aber bei Fragen auch anschreiben, ich helfe gern weiter.

Tee & Kekse: Gib uns doch mal einen kleinen Einblick in Deine Werkstatt. Worauf dürfen sich die Fans Deiner Häkeltrophäen als nächste freuen?

Jutta Westphal: Im Moment arbeite ich an einem Adler. Als Nächstes möchte ich meine Afrika-Kollektion ausbauen, dafür sollen dann Elefant und Löwe hinzukommen. Außerdem sollen die Häkelanleitungen übersetzt werden und eine neue Webseite ist auch schon in der Mache.

Tee & Kekse: Und noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen: Die Häkeltrophäen scheinen ja immer als Gesprächsstoff gut zu sein. Was hast Du mit Elch Erik schon alles erlebt?

Jutta Westphal: Es gab schon richtig lustige Momente mit meinen Häkeltrophäen. Der Mann einer Kundin von mir ist im Schützenverein. Da das Maskottchen des Vereins ein Elch ist, hat sie denen als Gag einen Elch gehäkelt. Spannenderweise kam die Kundin aus Rommerskirchen und als ich zum Schützenfest ins Zelt ging, hing da das Zugmaskottchen, dass nach meiner Anleitung gehäkelt wurde. Das war schon was Besonderes. Die am weitesten gereiste Anleitung ging übrigens nach Neuseeland. Irgendwie eine tolle Vorstellung, dass dort irgendwo eine meiner Häkeltrophäen an der Wand hängt.

Tee & Kekse: Vielen Dank für das Interview, Jutta.

Gewinn den Elch

… oder eine andere Anleitung für eine Häkeltrophäe. Unter allen, die bis Samstag, 21. März 2015, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Post hinterlassen, verlost Tee & Kekse in Zusammenarbeit mit häkeltrophäen.de 3 Anleitungen. Eine Übersicht über alle Häkelanleitungen gibt es hier. Schreibt mir, welche Anleitung ihr gerne gewinnen würdet und warum. Nach Ende des Gewinnspiels entschiedet das Los über die die drei glücklichen Gewinner, die dann per Mail von mir benachrichtigt werden. Also bitte die Kontakmöglichkeit nicht vergessen. Und jetzt… viel Glück Euch allen!

Die verstrickte Dienstagsfrage #103

Auch heute hat das Wollschaf wieder eine spannende verstrickte Dienstagsfrage im Gepäck. Dann legen wir doch gleich mal los:54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration

Hat sich Dein Strickgeschmack im Laufe der Jahre hinsichtlich der verwendeten Garne, der bevorzugten Projekte und/oder der Art der Modelle verändert?
Was hast Du früher ge- bzw. verstrickt, was strickst Du heute und worauf führst Du den Wandel -sofern es einen gibt- zurück?

 

Liebes Wollschaf,

mein Strickgeschmack hat sich ganz eindeutig mit meinem Kenntnisstand verändert. Zu meinen liebsten Strickprojekten gehören inzwischen Lacetücher und -schals. Früher hätte ich mir nie vorstellen können, so etwas leichtes und filigranes zu stricken. Da stand alles hoch im Kurs, was mit dicker Wolle und ebensolchen Nadeln zu bewerkstelligen ist.

Eines ist aber über die Zeit gleich geblieben: Meine Vorliebe fürs Sockenstricken…. Apropos…. das könnte ich doch eigentlich mal wieder in Angriff nehmen. Aber erst geht es wieder zurück zu den Wurzeln. Mit dicken Nadeln und Filzwolle entstehen gerade Filzpuschen. Das inzwischen vierte Paar diesen Winter und es werden wohl nicht die letzten bleiben.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse

 

Die verstrickte Dienstagsfrage #102

Die aktuelle verstrickte Dienstagsfrage ist kurz und knackig, aber richtig interessant. Ich hoffe, meine Anwort fällt genauso aus. Also, los gehts….54-free-cartoon-sheep-clipart-illustration

Was macht für Dich ein gutes Strickdesign aus?

Liebes Wollschaf,

dass das Design zu mir und meinen Anforderungen passen, aber das ist eigentlich klar, sonst fällt es gleich von Anfang an durch.

Schön finde ich Designs, bei denen Garn und Muster gut zusammenpassen. Meiner Erfahrung nach kommt entweder das eine oder andere gut heraus, beides zusammen wirkt meistens nicht. Auch eine Überfrachtung mit verschiedenen Mustern führt meistens nur dazu, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht – oder eben das entsprechende Strickstück.

Auch die Passform ist ein wichtiger Punkt. Nicht selten sieht man in Strickzeitschriften Models in merkwürdig verrenkten Posen. Auf den zweiten Blick wird meist auch klar, dass es nicht daran liegt, dass damit Falten oder seltsame Schnitte kaschiert werden. Schaut man nicht so genau hin und strickt das Muster einfach nach, ist die Enttäuschung vorprogrammiert und das ist einfach schade, wenn man die Zeit, Geld und Arbeit bedenkt, die in ein solches Modell gesteckt wurden, dass dann ja doch nur im Schrank hängt.

Soweit meine Gedanken zu diesem Thema. Sicher gäbe es npoch eine Menge mehr dazu zu sagen, aber das kommt dann sicher, wenn ich Euch mal wieder ein konkretes Modell vorstelle.

Viele Grüße & eine gute Woche,

Tee & Kekse